Höhere Kosten für Mieter durch die Energiewende

Damit Deutschland bald energieeffizienter wird und damit der Umwelt etwas Gutes tut, hat die Bundesregierung die Energiewende beschlossen. Doch einen Punkt hat sie hierbei nicht vorhersehen können, nämlich, dass diese auch soziale Probleme mit sich bringen könnte. Scheinbar gibt es in Deutschland schon jetzt eine halbe Million Bürger, die von Stromabschaltungen betroffen sind, weil sie ihre Energiekosten nicht mehr zahlen können. Diese und die Mieten sind in den letzten Jahren sowieso stetig gestiegen, doch im Zuge der Energiewende scheint sich diese Entwicklung nur noch weiter zu verschärfen.

So sollen beispielweise in den kommenden Jahrzehnten die Wohnhäuser in Deutschland immer energieeffizienter gebaut und saniert werden. Noch gelten etwa 65 Prozent der Fassaden als nicht genügend gedämmt und 60 Prozent der Fenster als schlecht isoliert. Aus diesem Grund werden Hausbesitzer dazu angehalten, so schnell es geht, Sanierungen an ihren Gebäuden vorzunehmen, so dass diese den Energiestandards von morgen genügen. Da die Sanierungen gut ins Geld gehen, versuchen viele Vermieter diese Kosten auf ihre Mieter abzuwälzen. Und schon kommt es zu einem sozialen Problem in der Gesellschaft, denn viele haben das Gefühl, die Energiewende würde auf den Rücken der Verbraucher ausgetragen werden.

Dabei werden Hausbesitzer eigentlich mit speziellen Förderungen und Krediten von der Bank in der Sanierung der alten Häuser gar nicht schlecht unterstützt. Viele lassen trotzdem ihre Mieter das ausbaden, was der Staat ihnen vorgegeben hat. Noch gibt es keine gesetzlich festgelegten Regelungen für die Sanierung von Häusern, nur Vorgaben. Sollte es diese jedoch irgendwann geben, befürchten Verbraucherschützer eine massive Schieflage bei der Kostenverteilung.

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