Keine Kernkraft mehr von Siemens

Einer der größten Industriekonzerne in Deutschland hat nun den kompletten Ausstieg aus der Atomkraft angekündigt. Siemens wird künftig komplett aus dem Atomgeschäft aussteigen und auch geplante Projekte werden gestrichen. Damit will das Unternehmen auf die Forderungen der Regierung und vor allem der Bürger Deutschlands, nach der Katastrophe in Fukushima, reagieren. Das bedeutet, dass sich Siemens nicht mehr an dem Bau von Kernkraftwerken beteiligen will. So sagte Siemens zum Beispiel dem russischen Konzern Rosatom ab und sagte weiter, dass man sich nun nach anderen starken Partnern umsehen werde. Lediglich Kleinteile, wie Dampfturbinen, will Siemens laut Konzernchef Peter Löscher noch liefern.

Vertragsbruch für die Umwelt

Siemens plant schon lange eine derartige Strategiewende. So hatte der Konzern erst kürzlich die Partnerschaft an einer gemeinsamen Atom-Tochtergesellschaft, dem französischen Areva-Konzern, gekündigt. Ein Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer entschied, dass es sich dabei um Vertragsbruch handle und forderte Siemens auf, 648 Millionen Euro an Avera zu zahlen. Ein zu hoher Preis für den Atomausstieg? Dem neuen Kurs von Löscher zufolge nicht. Denn kurz danach trennte sich Siemens komplett von der Tochtergesellschaft. Somit verlor Siemens ganze 34 Prozent von dem Konzern und die damit verbundenen Einnahmen. Doch Löscher bleibt seinem Kurs treu.

Löscher äußert sich politisch

Die Regierung hat bereits ein Ziel gesetzt: 35 Prozent statt der aktuellen 20 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland sollen bis 2020 aus erneuerbarer Energie stammen. Schon in dem letzten Halbjahr hatte es einen klaren Aufschwung des grünen Stroms gegeben und immer mehr Konzerne beteiligen sich an diesem Trend. Auch Siemenschef Löscher spricht sich positiv über dieses Ziel aus und unterstützt Bundeskanzlerin Merkel in ihren Vorhaben. Auch er ist für eine weitere europäische Integration, wenn es um die Euro-Debatte geht. Ebenso wenig hält er das Auseinanderbrechen des Euros für unrealistisch. Ein ganzheitliches Europa mit grüner Energie ist die Devise.

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