Keine verschärften Regeln für Gebäudesanierungen

Die Deutschen wohnen nicht gerade besonders energieeffizient, noch nicht. Denn im Zuge der Energiewende sollen schließlich nicht nur die erneuerbaren Energien zu mehr Ruhm gelangen sondern auch die Energieeffizienz allgemein gesteigert werden. Da werden die Häuser und Wohnungen der Deutschen nicht ausgenommen. Tatsache ist, dass die meisten Altbauten alles andere als energieeffizient sind, denn so gut wie all diese wurden vor der ersten deutschen Wärmeschutzverordnung von 1979 gebaut, ebenso wie auch ein großer Teil der Neubauten. 

Die Sanierung älterer Gebäude, so dass sie den heutigen Energievorgaben entsprechen, erweist sich in manchen Fällen als sehr viel schwieriger als gedacht. Da es nur Vorgaben aber noch immer keine gesetzlichen Verpflichtungen gibt, halten sich viele Hausbesitzer damit zurück, ihre Gebäude sanieren zu lassen. Dies ist nicht zuletzt schließlich auch eine Kostenfrage. Die Wirtschaftlichkeit einer solchen Sanierung lässt in den meisten Fällen leider auch zu wünschen übrig, denn erst nach Jahrzehnten würden sich die Kosten hierfür durch eingesparte Energie wirklich lohnen. Die Auflagen für ältere Gebäude könnten zwar weiter verschärft werden, im Moment ist dies jedoch noch nicht der Fall.

Anders sieht es bei Neubauten aus. Die Europäische Union verlangt zum Beispiel schon seit längerem, dass eine Verschärfung bei den Neubaustandards an der Zeit wäre. Bis spätestens 2021 soll eine solche durchgesetzt werden. Dabei würde ein neues Gebäude um etwa 7,5  Prozent weniger Energie verbrauchen müssen, bei Nichtwohngebäuden müsste dieser Wert sogar bei zehn Prozent liegen. Umweltverbänden wären noch sehr viel höhere Werte recht, sie pochen außerdem auf schärfere Vorgaben für ältere Gebäude. Solange sich aber in diesem Punkt Bund und Länder nicht einigen können, wird eine Durchführung dieses Vorschlags jedoch noch eine Weile auf sich warten lassen.

Tags
Back to top button
Close
Close