Können die Klimaziele der EU erreicht werden?

Die EU hat sich in Bezug auf den Ausbau erneuerbarer Energien hohe Ziele gesteckt. Bis zum Jahr 2020 sollen 20 Prozent der erzeugten Energie in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aus erneuerbaren Energiequellen stammen. So wie es derzeit aussieht, dürfte es jedoch schwierig werden, diese Ziele zu erreichen. Grund dafür sind die Verzögerungen, die sich beim Ausbau der erneuerbaren Energien in einzelnen Mitgliedsstaaten ergeben. Selbst in Deutschland, wo man durch die Energiewende sowieso dazu gezwungen ist, die Anzahl der erneuerbaren Energiequellen zu erhöhen, fällt das Erreichen der gesteckten Ziele schwer. Bis 2020 muss die Bundesrepublik insgesamt auf einen Wert von 18 Prozent kommen, erreicht hatte man bis zum vergangenen Jahr allerdings erst 11,7 Prozent. 

Doch es gibt noch andere Staaten in der EU, die sehr viel weiter von ihren Zielen entfernt sind als Deutschland. Spitzenreiter bei Verzögerungen sind Malta, Großbritannien und die Niederlande, während andere Länder wie Schweden, Estland oder Rumänien ihre Pläne bereits so gut wie erfüllt, in Schwedens Fall sogar übererfüllt haben.

Nicht nur der Ausbau der erneuerbaren Energien sondern auch die Steigerung der Energieeffizienz und die Eindämmung der CO2 Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 spielen bei den Energie Richtlinien der EU eine wichtige Rolle. Mit Beginn des neuen Klimaschutzabkommens ab 2020 muss sich die EU langsam auch Gedanken über die weitere Entwicklung ihrer Klimaziele machen. Dass es weiterhin drei getrennte Ziele sein werden, ist zu bezweifeln. Manche glauben, dass nur noch die Eindämmung der CO2 Emissionen im Augenmerk stehen wird und die Länder selber dafür verantwortlich sein sollten, wie sie die entsprechenden Ziele erreichen. Aus Kreisen der EU Kommission heißt es jedoch, dass man auch die erneuerbaren Energien und deren Ausbau nicht aus den Augen verlieren wird.

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