Lage an havarierter Gasplattform spitzt sich zu

Der Fall der leckgeschlagenen Gasplattform in der Nordsee wird immer dramatischer. Energiekonzern Total, der Betreiber der Plattform, gerät zudem immer mehr in die Kritik. Eine Explosion ist möglicherweise nicht mehr zu vermeiden, sollten sich die Windverhältnisse ändern, denn dann könnte eine Fackel, die über der Plattform überschüssiges Gas verbrennt, das Gas aus dem Leck ebenfalls entzünden, da dieses hochexplosiv ist.

Zu Beginn der Woche war zum ersten Mal der Austritt des Gases in der Nordsee bemerkt worden. Zu diesem Zeitpunkt sprach man bei Total noch von einem geringen Schaden, der schnell wieder behoben werden könne. Allerdings wollte man schon am Montag keine Angaben darüber machen, in welcher Menge das Gas austritt. Die Evakuierung der Arbeiter auf der Plattform fand dennoch am gleichen Tag statt, ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen schon ahnte, wie brenzlig es werden würde, oder doch nur eine Sicherheitsmaßnahme? Nun wurden zumindest mehrere Löschschiffe an den Rand der Sicherheitszone beordert, die im Fall der Fälle einen Brand löschen sollen.

Mittlerweile ist außerdem der Ursprung des Lecks bekannt gegeben worden. Dieser befindet sich nach Angaben des Konzerns in einer Tiefe von 4000 Metern, wo eine Leitung leckgeschlagen ist, die schon vor einem Jahr angebohrt worden war. Bis dieses Leck vollends geschlossen ist, kann es Monate dauern. Die Plattform vor der schottischen Küste würde demnach länger als geplant ausfallen. Umweltschützer befürchten unterdessen, es könne zu einem ähnlichen Unglück kommen wie vor zwei Jahren, als die Explosion einer Förderplattform von BP im Golf von Mexiko zu einer massiven Umweltkatastrophe führte.

Aus diesem Grund wird nun von Seiten der Politik sowie Umweltorganisationen wie Greenpeace die genaue Auskunft von Total gefordert, wie viel Gas noch in dem Reservoir der havarierten Plattform sei. Man warnte das Unternehmen, das Leck so schnell wie möglich zu stoppen, bevor es zu einer größeren Katastrophe kommt.

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