Landwirtschaft, Energie und Umwelt

Energie und Umwelt sind zwei Themen, die auch für die Landwirtschaft in Zukunft immer stärker von Bedeutung sein werden. Ein Land, das besonders auf Landwirtschaft setzt, ist Nordrhein-Westfalen. Hier hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz nun beschlossen, dass Landwirte ab sofort Anträge auf die Förderung von Maßnahmen zum Umwelt- und Naturschutz auf landwirtschaftlichen Flächen sowie zum Öko Landbau und für Tierschutzmaßnahmen stellen können. Ziel ist es, so NRWs Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel, die Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen tier-, umwelt- und klimagerecht weiter zu entwickeln und den natürlichen Reichtum der Landschaften zu bewahren. Ihm zufolge erfreuen sich die Angebote schon jetzt eines regen Zuspruchs. Man befinde sich auf dem richtigen Weg.

Die zu fördernden Maßnahmen

Wenn ein Landwirt ab diesem Jahr auf die Förderung zugreifen möchte, so können Neuanträge beispielsweise in den folgenden Fällen gestellt werden: Wenn ein Betrieb auf ökologischen Landbau umgestellt werden soll, wenn eine extensive Nutzung von Dauergrünland erfolgen soll, wenn der Anbau einer vielfältigen Fruchtfolge, die Anlage von Blühstreifen, der Anbau von Zwischenfrüchten oder die Anlage von Uferrandstreifen auf Ackerbauflächen geplant ist, wenn man in die Zucht vom Aussterben bedrohter Haustierrassen einsteigen möchte oder im Falle von Vertragsnaturschutz, Weidehaltung von Milchvieh und Umwelt- und tiergerechter Haltungsverfahren auf Stroh.

Landwirtschaft und Energiewende

Auch im Bereich der Energiewende können Landwirte ihren Beitrag leisten und auf Förderungen hoffen, dies jedoch in ganz Deutschland, nicht nur in NRW. Wie eine Studie erst kürzlich ergab, sind es die Landwirte und Bürger, die beinahe fünfzig Prozent zur Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien beitragen. Windräder und Solaranlagen sind in landwirtschaftlichen Betrieben keine Seltenheit mehr. Oftmals versorgen sich die Haushalte so selber mit dem Strom aus Wind, Sonne oder Wasser und können den überschüssigen Strom zusätzlich in das öffentliche Netz einspeisen und so von der Förderung für Ökostrom profitieren.

Doch landwirtschaftliche Betriebe können auch noch zusätzlich ihren Beitrag zu einer klimafreundlicheren Welt leisten. Wie wäre es beispielsweise mit einem Schritt in Richtung der Elektromobilität? PKWs, Busse oder sogar LKWs sind schließlich mittlerweile zu Genüge mit alternativen Antrieben zu kaufen, da kann die Elektromobilität im Bereich der Landmaschinen nicht mehr fern sein. Gerade in den Sommermonaten könnte so durch die vielen Landmaschinen auf den Straßen ein Beispiel gesetzt werden, wenn diese mit einem Elektromotor ausgestattet sind anstelle der sonst herkömmlichen Antriebe. Gebrauchte Landmaschinen und ähnliche Fahrzeuge gibt es unter anderem im  Internet zu kaufen. Vielleicht ist ja sogar ein Modell mit alternativem Antrieb darunter.

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