Laufzeitverlängerung AKW – Kritik auch von Stadtwerken

Neben diversen Umweltschutzbunden, dem Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) und der Opposition hagelt es auch von den Stadtwerken in NRW Kritik an der von der Bundesregierung beschlossenen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. Während sich die Regierung demonstrativ zufrieden mit ihrem neuen Energiekonzept zeigt und stolz auf die Zusatzabgaben verweist, die die großen Energieriesen RWE, EON, EnBW und Vattenfall, durch die Laufzeitverlängerung der AKWs ab jetzt zu leisten haben, sehen sich die Stadtwerke als Verlierer der neuen Energiepolitik.

Laufzeitverlängerung AKW – Stadtwerke hofften auf Atomaustritt

Diese hatten bereits lange zuvor auf den von Rot-Grün beschlossenen Atomaustritt gebaut und verstärkt in umweltfreundliche Kraftwerke wie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Gas- und Dampfkraftwerke und auch in regenerative Energien investiert, um nach dem Abschalten der AKWs die entstehende Energielücke schließen zu können. Der Chef der Stadtwerke Duisburg, Hermann Janning, sagte dazu: „Alle, die in den vergangenen Jahren in solche Anlagen investiert haben, weil sie davon ausgegangen sind, dass die Atommeiler wie geplant vom Netz gehen und eine Lücke entsteht, werden nun im Nachhinein bestraft.“ Die Investition in die neuen, teuren, umweltfreundlichen Anlagen stellt sich so im Nachhinein als schwerer Fehler heraus. Hinzu kommt noch, dass der Atomstrom schon von vorneherein wesentlich billiger ist und damit den teurer produzierten Strom der Stadtwerke komplett ausbremsen könnte. Hermann Janning: „Dann ist der aus Gas gewonnene Strom im Vergleich zum Atomstrom gar nicht wirtschaftlich. Das kann dazu führen, dass eine ganze Anlage gar nicht hochgefahren werden kann.“

Laufzeitverlängerung AKW stoppt Investionen?!

Der eigentlich bereits geplante Bau eines CO2 freundlichen Gaskraftwerkes steht nun auf der Kippe. „Die Chancen für dieses Kraftwerk wird nun durch die Laufzeitverlängerung der Atommeiler beträchtlich behindert. Schlimmstenfalls wird es überhaupt nicht gebaut“, sagte der Chef der Duisburger Stadtwerke.

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