MAP-Sperre endlich aufgehoben, Röttgen kann durchatmen

Am 3. Mau 2010 wurde ein Programmstopp erlassen, dass die Energiewende stark in Bedrängnis brachte. Hinzu kam die Sperre für die Finanzmittel des Marktanreizprogramms, kurz MAP. Dieses Programm sollte die Konzerne, die sich für die erneuerbare Energie einsetzten und diese vertreiben wollten, fördern. Mit der Sperre geriet alles ins Wanken. Nun hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags endlich einen neuen Erlass erteilt, der sowohl den Programmstopp als auch die Sperre aufhebt. Das bedeutet, dass auch Konzerne, die bereits einen Antrag gestellt hatten, im vollen Umfang gefördert werden. Hierbei handelt es sich allerdings um eine Förderung nach den alten Konditionen.

Neue technologische Mittel möglich

Durch diese Förderung können nun ganz andere technische Mittel eingesetzt werden. Röttgen sprach sich vor allem positiv über die neuen Möglichkeiten aus. Denn ein besonderes Ziel ist es schließlich, die Wirtschaftlichkeit von erneuerbaren Energien zu erhöhen. Mit den neuen Technologien ist diese Wirtschaftlichkeit dann gegeben. Nicht gefördert werden allerdings Technologien, die bereits etabliert sind, wie zum Beispiel die mittlerweile herkömmlichen Solarkollektoren. Ebenfalls ungefördert bleiben die kleinen Anlagen der Wärme-Kraft-Kopplung. Die Begründung ist hier, dass die Mittel von rund 2,8 Milliarden Euro bereits ausgeschöpft sind.

Konzentration auf die Großen?

Nun fragen Kritiker allerdings, was mit eben diesen kleinen Anlagen sei. Schließlich werden hier, wie es sich darstellt, nur größere Konzerne gefördert. Gefährdet sind allerdings die kleinen Anlagen, die nicht genügend Strom oder Wärme produzieren. Man würde meinen, dass hier die Förderung wichtiger sei. Trotzdem ist der Schritt, die Sperre aufzulösen, ein richtiger auf dem Weg zur kompletten Energiewende. Denn die großen Konzerne sind es, die diesen Weg als Erstes einschlagen müssen. Und das langfristig. Deswegen ist das MAP auch eine langfristige Investition, die eine Perspektive bis 2014 legt. Nach weiteren sechs Jahren sollen bereits 80 Prozent der Energie endlich regenerativ sein.

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