Marktintegration der erneuerbaren Energien

Eine Untersuchung von Experten des Öko-Instituts im Auftrag der EU-Kommission hat nun ergeben, wie die erneuerbaren Energien heute in die Strommärkte der EU Mitgliedstaaten integriert werden können. Hierbei ergibt sich so manche Herausforderung. Dierk Bauknecht, Projektleiter am Öko-Institut, sieht die größte Herausforderung darin, die Energiemärkte entsprechend auszugestalten, um den erneuerbaren Energien hier eine angemessene Chance zu geben.
Mit der steigenden Menge an Strom aus erneuerbaren Energien wächst auch der Druck, diese in den Markt zu integrieren. Doch allein das Erneuerbare Energien Gesetz bietet hier so manche Möglichkeit, wie beispielsweise die „Optionale Marktprämie“. Um tatsächlich in die Märkte integriert zu werden, müsste allerdings gerade bei Sonnen- und Windkraftanlagen eine flexiblere Reaktion auf Preise und Nachfrage stattfinden. Dafür müsste sich die Form der Marktintegration an der Flexibilität der entsprechenden Kraftwerke orientieren. Auch die Möglichkeit für die Wind- und Sonnenkraftwerke, auf den Märkten agieren zu können, muss gewährleistet werden.
Hinzu kommt, dass beispielsweise bei der Windkraft oft kurzfristige Schwankungen, je nach Windaufkommen, einkalkuliert werden müssen. Darauf muss direkt reagiert werden können, was bisher in den meisten Fällen noch nicht funktioniert. Die Untersuchung des Öko-Instituts ergab, dass hierfür die Gründung eines so genannten Intraday Marktes, der kurzfristigen Handel ermöglicht, zusätzlich zum Regelenergiemarkt, von Nöten wäre.
Die Experten stellten außerdem die Frage, ob es überhaupt nötig sei, die erneuerbaren Energien an den Energiemärkten teilnehmen zu lassen. So lässt beispielsweise das neue deutsche Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien die Wahl, ob man sich für eine fixe Vergütung oder eine freiwillige Marktteilnahme entscheiden möchte. In Großbritannien beispielsweise wird nach Größe der Anlage unterschieden. Die großen Anlagen nehmen am Markt teil und die kleineren erhalten eine finanzielle Förderung.

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