Mehr Fläche für Energiepflanzen

Die Lösung, mit Biomasse zu heizen und Strom zu produzieren, klingt zunächst einmal sehr gut. Man feuert also nicht mehr mit Kohle an, sondern verbrennt, wie unsere frühen Vorfahren, einfach Holz und andere Biomasse. Umweltschützer waren erst begeistert, dann skeptisch. Denn wenn viel Holz verbrannt wird, muss man auch viel Holz zur Verfügung haben.

Jeder Konzern scheint da auf eigene Lösungen zu bauen. Manche wählen Span-Abfall von Sägewerken, andere hingegen andere Holzabfälle. Aber es werden auch Pellets hergestellt und dafür braucht es neue Fläche. Denn die sogenannten Energiepflanzen müssen auch angebaut, nicht nur verbrannt werden. In Deutschland werden diese Flächen auf circa 2.282.500 Hektar steigen, was ungefähr 19 Prozent der gesamten Ackerfläche in Deutschland entspricht.

Mehr Fläche für Bioantrieb

Aber es sind nicht nur die Pellets, die irgendwoher kommen müssen. Was vor allem auch gebraucht wird, ist Öl oder ein Ölersatz für die Fahrzeuge. Dabei sind vor allem Rapspflanzen gefragt und benötigt, aber auch Weizen und Mais werden angebaut.

Neue Kulturen, wie Hirse und Silphie besitzen auch immer mehr Interesse der Landwirte. Nun stellt sich die Frage, wo noch Ackerfläche hinkommen soll. Bedeutet der Vormarsch von Biomasse und Ökostrom den Rückgang der Städte? Oder werden Flächen von außerhalb hinzugeholt?

Keine Sparsamkeit weil Öko?

Viele Menschen glauben, dass mit dem Ökostrom endlich die Sparsamkeit aufhören kann. Denn Ökostrom stammt eben aus regenerativen Quellen und das bedeutet, dass sie unerschöpflich sind. Doch ganz so einfach ist es eben nicht.

Denn auch mit diesen Quellen muss man sparsam umgehen. Allein Raps und Co müssen schließlich angebaut werden. Wird zu viel benötigt, kann zum einen der Bedarf nicht gedeckt werden, zum anderen müssen immer mehr Ackerflächen bebaut werden und Hölzer gerodet werden. Und auch das bedeutet wieder ein Ungleichgewicht in den natürlichen Verhältnissen des Bodens und der Wälder.

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