Mehr Windräder auf Privatgrundstücken

Solarzellen auf den Dächern sind heute kein ungewöhnlicher Anblick mehr. Kaum ein Wohngebiet, kaum ein Dorf, kaum noch ein Haus ohne Solaranlagen in Richtung Süden. Doch was ist eigentlich mit der Windkraft? Wäre es nicht genauso möglich, ein Windrad in den Vorgarten zu stellen und sich so neben dem Solarstrom auch mit Windenergie selbst zu versorgen?

Die Gesetzeslage machte dies in der Vergangenheit eher zu einem Problem, doch zumindest in Sachsen-Anhalt sollen die gesetzlichen Hürden hierfür bald gesenkt werden. 

Das Bauministerium des ostdeutschen Bundeslandes, das bei großen Windkraftanlagen bundesweit zu den Vorreitern gehört, will es Haus- und Grundstückbesitzern in Zukunft einfacher machen, auf dem eigenen Hof Strom durch Windkraftanlagen zu erzeugen. Die Genehmigungspflicht für bis zu zehn Meter hohe Windräder soll demnach bald komplett entfallen.

Doch es gibt Ausnahmen, denn beispielsweise in reinen Wohngebieten sieht die Situation schon ein wenig anders aus. Außerdem müssten Abstände zum Nachbargrundstück eingehalten werden. Wie groß der Abstand zum eigenen Haus ist, spielt hingegen keine Rolle mehr.

Für Privatgrundstücke oder Firmenflächen geeignete kleine Windräder werden somit in Zukunft also sehr viel einfach aufzustellen sein als in der Vergangenheit. Hiermit kann sich auch der Naturschutzbund anfreunden, denn der Ausbau der großen Windparks war den Naturschützern schon lange ein Dorn im Auge.

Wenn jemand nun ein kleines Windrad auf dem eigenen Grundstück stehen hat, sei das eine sehr viel geringere Gefährdung für die Natur. Anstatt große Anlagen zu erweitern, soll den Betreibern so die Möglichkeit gegeben werden, kleinere neue Windräder zwischen den bestehenden aufzustellen, da auch die Mindestabstände zwischen den Masten mit der neuen Bestimmung mehr als halbiert wurden, um eine Verspargelung der Landschaft zu vermeiden.

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