Nachhaltig erzeugte Biomasse als wichtiger Bestandteil der Energie- und Rohstoffwende

„Die Energie- und Rohstoffwende ist ohne nachhaltig erzeugte Biomasse nicht machbar“, so Agrar-Staatssekretär Peter Bleser am vergangenen Dienstagabend in Berlin. Im Rahmen des Parlamentarischen Abends des Bioökonomierates diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verbänden die Chancen und Potenziale von nachwachsenden erneuerbaren Rohstoffen.

Vor allem über die Möglichkeiten der sogenannten „Bioökonomie“ wurde debattiert. In der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion versteht man unter Bioökonomie insbesondere die Entwicklung einer biobasierten Wirtschaft, dass heißt es werden erneuerbare biologische Ressourcen zur Herstellung von Produkten und zur Bereitstellung von Dienstleistungen genutzt. In Berlin kam man zu dem Schluss, dass die Bioökonomie einen der wichtigsten Pfeiler für die Energie- und Rohstoffwende darstellen wird.

Schon heute ein wesentlicher Bestandteil

Nicht nur in Zukunft sieht man in der Bioökonomie viel Potenzial, auch heute ist die biobasierte Wirtschaft ein zentraler Bestandteil der deutschen Ökonomie, so die einstimmige Meinung der Konferenzteilnehmer. So bezieht die chemische Industrie bereits 18 Prozent ihrer Rohstoffe aus nachwachsenden biologischen Ressourcen.

Zudem macht die Bioenergie rund 30 Prozent der erneuerbaren Energien in Deutschland als Primärenergieträger aus. „Wer zum Beispiel von Erdgas nicht abhängig sein möchte, kann auf nachhaltig erzeugte Bioenergie nicht verzichten“, so Bleser während des Parlamentarischen Abends. Zudem meint der Agrar-Staatssekretär:

„Wenn uns das Projekt Energiewende gelingen soll, müssen wir bereit sein, die erneuerbaren Energien weiter auszubauen“. Laut Bleser sind es vor allem die erneuerbaren Energien und die Bioökonomie die eine Energie- und Rohstoffwende ermöglichen. Insbesondere der Bioenergie wurde am Dienstagabend in Berlin eine wesentliche Rolle zugeteilt.

So ist die Energie aus Biomasse die einzig problemlos speicherbare erneuerbare Energie und zudem eine große Chance für den ländlichen Raum. Daher das Bioenergie bedarfsgerecht eingesetzt werden kann, ist es möglich die Fluktuationen die Solar- und Windenergie verursachen abzufedern. Ökonomisch sinnvoll ist ein Einstieg in die Bioökonomie-Branche laut Bioökonomierat allemal, denn der Sektor ist ein florierender Wachstumsmarkt.

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