Naiv oder innovativ? Die Idee der Solarstraße

Es hört sich an, wie aus einen Science-Fiction Film. Straßen, die aus Solarmodulen, mit einer Panzerglasabdeckung zum Schutz, bestehen. Doch die Idee stammt nicht aus einem Hollywood-Streifen, sondern wird im US-Bundesstaat Idaho gerade erprobt. Scott Brusaw und seine Ehefrau Julie haben die Idee publik gemacht.

Vor acht Jahren gründeten die beiden ihre Firma „Solar Roadways“. Schon der Name deutet auf das ambitionierte Vorhaben hin. Die beiden wollen das gesamte US-amerikanische Straßennetz mit Solarmodulen ausstatten. Die Idee hat viele Vorteile, schon allein weil die dazu nötige Technologie bereits existiert. Hemmnisse gibt es allerdings auch genügend.

Straßen mit diversen Anwendung und hohem Instandhaltungsbedarf

Prototypen der künftigen Solarstraße existieren bereits. Mit rund 680.000 Euro hat das US-Verkehrsministerium die ersten Demonstrationswege gefördert. Die Brusaws haben diese noch per Hand errichtet und wollen nun in die kosten- und zeiteffizientere Massenproduktion mittels Maschinen einsteigen. Dazu brauchte das Paar zusätzliches Kapitel.

Mit etwa einer Million Dollar rechneten die beiden und suchten deshalb seit dem April diesen Jahres Unterstützer über das Crowdfunding-Portal Indiegogo. Ziel war es, dass die eine Million Dollar bis zum 20.Juni zusammenkommen. Doch nun hat das Projekt bereits die zwei Millionen Dollar Grenze gesprengt, was auf darauf hindeutet dass die Idee gut aufgenommen wird.

Nicht zuletzt ist der Spendenerfolg prominenter Unterstützung zu verdanken. Gerade Science-Fiction Star George Takei, der aus der US-Serie „Raumschiff Enterprise“ bekannt ist, bewarb das Projekt offensiv über Twitter. Die Möglichkeiten der Solarstraße sind vielseitig. LED-Lämpchen könnten die Straßenmarkierungen ersetzen und frühzeitig auf Gefahren hinweisen, zum Beispiel durch Leuchtschriften wie „Achtung, fahren Sie langsamer!“.

Die Straßen könnten im Winter den Schnee eigenständig schmelzen und zudem bereits während der Fahrt Elektroautos mit Energie versorgen. Fraglich ist, wie teuer das Unterfangen wird. So werden schon allein die Investitionskosten enorm. Zudem ist die Instandhaltung, zum Beispiel für das Putzen des Panzerglases, sehr aufwändig und teuer. Nicht zuletzt ist das Problem, was mit rutschigen Fahrbahnen bei Regen und Schmelzwasser einhergeht, noch nicht vollständig gelöst. Die Brusaws sind trotzdem optimistisch und wollen weiterhin an ihrer Idee festhalten.

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