Medizinische Narkosegase so schädlich wie die CO2 Emissionen von eine Million Autos

Das fanden jetzt dänische Forscher heraus und berichteten darüber im „British Journal of Anaesthesia“.

Um welche medizinischen Narkosegase handelt es sich?

Der Chemiker Prof. Ole John Nielsen hat gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Mads Andersen die drei gängigsten in der Medizin verwendeten Narkosegase untersucht. Abschließend wurden deren weltweite Wirkung hochgerechne  und publiziert. Bei den untersuchen Narkosegasen handelt es sich um Sevofluran, Isofluran und um Desfluran. Interessant ist das diese drei Narkosegase bisher von den Medizinern nicht unter dem Aspekt der Klimafreundlichkeit eingesetzt wurden. Die Treibhausauswirkung ist nämlich bei den drei getesteten Narkosemitteln stark unterschiedlich.

Sevofluran = 210 mal schädlicher als CO2

Isofluran = 510 mal schädlicher als CO2

Desfluran = 1620 mal schädlicher als CO2

Dazu sagte der Chemiker Nielsen: „Solange alle drei denselben therapeutischen Nutzen haben, haben wir jeden Grund, dasjenige mit dem geringsten Erderwärmungspotenzial zu wählen.

Es ist nicht zu erwarten, dass eins der Narkosegase verboten wird, jedoch sollten die Auswirkung der Gase auf die Atmosphäre untersucht werden, und wenn möglich, das Narkosemittel mit der schwächten Treibhauswirkung eingesetzt werden.

Bisherige Anwendung der 3 getesteten Narkosegase Sevofluran, Isofluran und Desfluran

Die Anwendung von Sevofluran ist heute weit verbreitet, vor allem in der Kinderanästhesie. Isofluran wird in Deutschland schon seit 1984 für Narkosen verwendet und hat im Gegensatz zu Sevofluran eine gute hypnotische und muskelrelaxierende Wirkung. Das Narkosemittel Desfluran welches 1620 mal schädlicher ist als CO2 (bezogen auf die Treibhauswirkung), hat eine gute hypnotische Wirkung. Hingegen ist die analgetische und muskelrelaxierende Wirkung eher schwach. Desfluran wird in Deutschland und der Schweiz unter dem Namen Suprane vertrieben.

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