Neue Atomvorwürfe gegen den Iran

Die Verhandlungen um das als äußerst umstritten geltende Atomprogramm des Iran geht in diesen Tagen in der österreichischen Hauptstadt Wien weiter zwischen dem Iran selber und der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA. Die Behörde verlangt dabei den Zutritt zu Militär- und Anreicherungsanlagen im Iran, doch so leicht will das Land im Nahen Osten es der IAEA nicht machen, denn bisher wurde deren Kontrolleuren der Zutritt zu den Anlagen immer verwehrt.

Die IAEA erhofft sich bei den Gesprächen, dass der Iran am Ende doch einlenken wird und den Kontrollen zustimmt. Als Gegenleistung verlangt Teheran allerdings, dass eine Einigung über die Modalitäten der künftigen Zusammenarbeit mit der Behörde erreicht wird. In den vergangenen Monaten war es zu einem regelrechten Atomstreit zwischen dem Iran und westlichen Ländern gekommen.

Israel drohte sogar mit einem Angriff, sollte der Iran seine Atompläne nicht offen legen. Bisher ist es noch zu keiner derartigen Handlung gekommen, doch auch die USA und die EU reagieren langsam immer ungeduldiger auf die trotzige Haltung Teherans. Umfangreiche Sanktionen gegen den Iran waren bisher die Folge. Die EU plant außerdem ein Öl Embargo gegen das Land.

Die größte Befürchtung der Westmächte ist, dass sich Teheran mit dem Bau von Atomwaffen beschäftigt. Eine Militäranlage in der Nähe der Hauptstadt gilt als möglicher Standort für Atomexperimente und in der Urananreicherungsanlage Fordow wird Uran auf bis zu 20 Prozent angereichert, weshalb der Westen mit Sorge der Meinung ist, man könnte diese Anreicherung noch steigern und am Ende eine Atombombe bauen.

Der Start eines iranischen Beobachtungssatelliten am Tag vor dem Gespräch tat dabei wenig, um die Sorgen zu zerstreuen. Man befürchtet nun nämlich, dass eine Rakete dieser Art auch zum Abfeuern von Atomwaffen verwendet werden könnte. Teheran weist bisher all diese Vorwürfe zurück. Das Treffen wird zeigen, ob es dennoch zu einer Einigung kommen kann.

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