Neue Einigungen in punkto Energiewende?

Kann der neue Umweltminister Peter Altmaier von der CDU die Energiewende in ein besseres Licht rücken als sein Vorgänger Norbert Röttgen? Was den Politikern im Moment noch viel wichtiger erscheint, ist die Frage, ob er es schaffen kann, der Energiewende eine so positive Wendung zu verleihen, dass sich diese am Ende positiv auf die Bundestagswahl im nächsten Jahr auswirkt und so Kanzlerin Angela Merkel eine weitere Amtszeit bescheren kann. Fragen über Fragen, aber noch ist es zu früh, um auf diese wirkliche Antworten zu finden, denn der neue Minister ist schließlich erst seit wenigen Wochen im Amt. 

Mühe gibt er sich allemal und zu den ersten erfolgreichen Treffen mit Wirtschaftsminister Rösler ist es außerdem auch schon gekommen. Altmaier ist dafür zuständig, neue Kapazitäten bei den erneuerbaren Energien zu schaffen, während Röslers Aufgabe darin besteht, auf die Grundlast der fossilen Kraftwerke zu achten. Bei der ehemaligen Konstellation Röttgen/Rösler hatte es da so manchen Konflikt gegeben, doch die neue Zusammenstellung scheint es sich noch einfacher zu machen. Dem Wirtschaftsministerium war in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen worden, die Energiewende eigentlich nur verlangsamen zu wollen, während sich das Umweltministerium genau in die entgegengesetzte Richtung bewegte.

Eine Verlangsamung der Energiewende kommt so langsam sowieso nicht mehr in Frage, denn der Ausbau der erneuerbaren Energien und Stromnetze stockt schon jetzt gewaltig und sollte es  nicht bald zu einer gewissen Beschleunigung in der Entwicklung kommen, so könnte dies Angela Merkels Wiederwahl gehörig gefährden. Bisher geben sich Rösler und Altmaier aber alle Mühe, Diskrepanzen aus dem Weg zu räumen. Beide Ministerien haben vor, in Zukunft besonders eng zusammen und nicht gegeneinander zu arbeiten, so heißt es aus Insiderkreisen.

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