Neue Transitleitung für Stromtransport aus dem Norden

Die Energiewende bringt viele Veränderungen in Deutschland mit sich. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine davon. Dazu gehört auch der Ausbau der Stromnetze, denn wenn wirklich ganz Deutschland von Windkraft und Sonnenenergie versorgt werden soll, dann kann dies nicht nur auf einen Standort konzentriert passieren. Die energieintensiven Industrien sind nämlich beispielsweise hauptsächlich im Süden der Bundesrepublik angesiedelt. Sollen diese aber mit Energie versorgt werden, die durch Windparks an den deutschen Küsten gewonnen wird, so können die heutigen Stromnetze diese Mengen an Energie nicht von einem Ende des Landes bis zum anderen transportieren.

Der effektive Bau von Energiespeichern ist aus diesem Grund genauso wichtig wie der Ausbau der existierenden Leitungen. In Schleswig-Holstein, wo es einen hohen Anteil an Windparks gibt, plant man inzwischen schon den ersten Ausbau. Hierbei geht es nicht nur um den Strom aus schleswig-holsteinischen Windparks sondern auch um solchen aus Dänemark. Der nördliche Nachbar der Bundesrepublik beherbergt zahlreiche Windparks an Land sowie auf offenem Meer.

Im Kreis Bad Segeberg wird deshalb nun über den Bau einer neuen Transitleitung diskutiert. Was jedoch noch nicht genau feststeht, ist der Verlauf der Leitung. Dass diese gebaut werden muss, steht völlig außer Frage, denn die ansteigenden Megawatt Zahlen müssen schließlich bewältigt werden. Die bestehenden Kilovolt Leitungen sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre von einer 380 Kilovolt Leitung ersetzt werden. Die Gemeinden der Region müssen deshalb aber auch damit rechnen, von dem Verlauf der Leitungen „berührt“ zu werden.

Vertreter der Gemeinden Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen, die von der bisherigen Leitung betroffen sind, schlagen nun vor, die neue Leitung entlang der Autobahn A7 zu bauen, um nicht wie die jetzige Trasse Wohn-, Schul- und Sportanlagen zu durchkreuzen. Andere Gemeinden finden die alte Lösung zwar auch gut, solidarisieren sich jedoch mit den betroffenen Gegenden und so wird es höchstwahrscheinlich zu einer Lösung entlang der A7 kommen.

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