Neue Verhandlungen mit dem Iran

Die neuen Atomverhandlungen zwischen dem Westen und dem Iran werden direkt von neuen Forderungen von westlicher Seite begleitet. Die UN Vetomächte und Deutschland verlangen von dem Staat im Nahen Osten, dass er die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent stoppen soll. Man bringt dem Land nicht gerade viel Vertrauen entgegen, wenn es um das Thema Atomkraft geht.

Der Iran steht schon seit längerem unter Verdacht, mit seiner Atomforschung Kernwaffen zu entwickeln. Israel hatte kürzlich deshalb sogar in Erwägung gezogen, das Land direkt anzugreifen, um das Schlimmste zu vermeiden.

Am kommenden Freitag sollen die Atomgespräche beginnen, doch schon zuvor kommt es von westlicher Seite zu Bedingungen. Demnach solle der Iran zu Beginn der neuen Verhandlungsrunde nachweisen, dass er sein Atomprogramm ohne Vorbedingungen diskutieren werde. Über ein Jahr ist es nun her, dass die letzten Gespräche stattfanden und damals hätte der Iran gefordert, der Westen müsse noch vor den Verhandlungen alle Sanktionen aufheben und dem Iran das Recht auf Anreicherung von Uran zusichern.

Genau dies will der Westen aber gerade nicht. Stattdessen verlangt man vom Iran, die Anreicherung von Uran auf einen Wert von 20 Prozent zu stoppen. Außerdem sollen die bestehenden Vorräte an angereichertem Material außer Landes gebracht werden, diese belaufen sich im Moment auf etwa 100 Kilogramm.

In der westlichen Welt ist man besorgt, wenn man die nukleare Entwicklung des Staates im Nahen Osten betrachtet. Waffenfähiges Uran könnte dort bereits hergestellt werden, obwohl man für den Bau einer Atombombe das Uran mindestens auf 80 Prozent oder mehr anreichern müsste. Dennoch verdächtigt man das Land, heimlich Kernwaffen zu entwickeln, was vom Iran selbst stets abgestritten wird.

Die Enthüllung einer Atomanlage in der Nähe von Teheran vor drei Jahren, die lange Zeit geheim gehalten worden war, half demnach auch nicht gerade, das Vertrauen der westlichen Welt zu gewinnen. Die Schließung der Anlage ist ebenfalls eines der Anliegen, die der Westen bei den Verhandlungen auf den Tisch bringen will. Dass die Iraner aber auf diesen Wunsch eingehen, ist eher unwahrscheinlich, denn der Bau der Anlage war teuer, außerdem verschafft sie dem Land eine gewisse Machtposition.

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