Neuer Rekordanteil an Erneuerbaren Strom beim inländischen Verbrauch

Durch die deutschen Netze fließt immer mehr grüner Strom, so die erfreuliche Botschaft einer Hochrechnung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). So war der Anteil erneuerbaren Stroms am Brutto-Inlandstromverbrauch im ersten Quartal dieses Jahres bei etwa 27 Prozent. Das sind 4 Prozent mehr als im ersten Quartal 2013. Vor allem der anhaltende Neubau von Anlagen und die günstigen Witterungsverhältnisse des ersten Jahresviertels haben für die Steigerung gesorgt. Erfreuliche Zahlen liefert die Hochrechnung des BDEW vor allem im Bereich des Anteils an Photovoltaik-Strom. So stieg der Anteil an Solarstrom um fast 70 Prozent zum Vorjahresquartal.

Wie sieht die künftige Entwicklung aus?

Die erste Hochrechnung des BDEW lässt allerdings keine Schlüsse auf den kommenden Jahresverlauf zu. So sorgten im ersten Quartal vor allem die günstigen Witterungsverhältnisse im Zuge des milden Winters für eine hohe Erzeugung von Ökostrom. Daher ist auch der Verbrauch an Ökostrom entsprechend hoch, da dieser vorrangig eingespeist wird. Sollte der diesjährige Winter schon sehr früh beginnen, beispielsweise im November, so würden die erwartungsgemäß geringe Anteile an Sonnenstunden zu einer verringerten Erzeugung führen. Entsprechend würde das gute Ergebnis des ersten Quartals wieder ausgeglichen werden. Deshalb sind Prognosen im diesem Bereich sehr vage. Um Schlüsse mit höherer Wahrscheinlichkeit treffen zu können, sollte der Ausbau der Erzeugung von erneuerbaren Strom prognostiziert werden. Doch auch dies ist momentan sehr schwierig, da die für den Sommer anstehende EEG-Novelle viele Anlagenbetreiber und Projektierer verunsichert. So ist es durchaus möglich, dass nach der Novelle ein gebremster, vielleicht sogar stagnierender, Ausbau einsetzt. Neue Konzepte wie Energiegenossenschaften oder Bürgerwindparks, die von den reduzierten Einspeisevergütungen im Zuge der EEG-Novelle ausgenommen werden sollen, könnten diesem Trend allerdings entgegenwirken. Grundsätzlich ist eine Vorhersage somit kaum möglich, womit man sich mit den aktuellen, positiven Zahlen zufrieden geben muss und vorerst auch kann.

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