Nicht nur harmonische Töne auf der Windkraftmesse in Husum

Am Dienstag wurde die größte deutsche Windenergiemesse Deutschlands in Husum eröffnet. Mit dabei waren nicht nur zahlreiche Vertreter der Branche sondern auch Umweltminister Peter Altmaier und der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, Torsten Albig.

Die Messe gilt in der Branche der erneuerbaren Energien als eine der wichtigsten in ganz Deutschland. Der Standort sagt einiges darüber aus, denn Husum, das an der deutschen Nordseeküste in Nordfriesland liegt, verkörpert nicht nur den Erfolg der unzähligen Windkraftanlagen an der Küste sondern auch bald den der neu hinzukommenden zahlreichen Offshore Windparks, die in der Nordsee geplant sind.

Neben den mehr als 1100 Ausstellern, die ihre Produkte und Innovationen auf der Windkraftmesse vorstellen, wird diese jedoch von so manchem Streitpunkt der Energiewende dominiert. So erwähnte Bundesumweltminister Altmaier in seiner Eröffnungsrede, man solle die erneuerbaren Energien gleichmäßig auf Deutschland verteilen und darauf achten, dass es nicht zu Überproduktionen komme.

Die Länder müssten, um so etwas zu verhindern, enger zusammenarbeiten. Es dürfte kein Kampf zwischen Nord und Süd, West und Ost, On-Shore und Off-Shore oder Solar und Wind entstehen.

Ministerpräsident Albig schien diese Rede gar nicht zu gefallen. Er bat den Umweltminister in einer darauffolgenden Ansprache, Schleswig-Holstein bei der Produktion von Windenergie nicht zu benachteiligen. Der Wind müsste da genutzt werden, wo es ihn am meisten gibt, also zweifelsohne in Schleswig-Holstein.

Das nördlichste Bundesland will sich seinen Stellenwert als Vorreiter in der Windkraftbranche um keinen Preis nehmen lassen. Auch eine geplante Windkraftmesse in Hamburg zum gleichen Termin wurde mit Argwohn betrachtet und häufiger negativ erwähnt. Ob das Bundesland gegen die Pläne des Umweltministeriums, mögliche Überproduktionen einzuschränken, ankommt, wird sich zeigen.

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