Nordkorea ignoriert US Forderungen

In den USA macht wieder einmal die Angst vor einer Langstreckenrakete aus Nordkorea die Runde. Das nordamerikanische Land hat nun Nordkorea vor weiteren Raketen- und Atomtests dringend gewarnt, da dies ein „sehr provokativer Akt“ sei. Noch im Februar hatte das abgeschottete asiatische Land eingewilligt, keine Tests dieser Art mehr durchzuführen. Im Gegenzug waren ihm von US Seite Wirtschaftshilfen angeboten worden, denn Nordkoreas Bevölkerung lebt in extremer Armut.

Nachdem Nordkorea aber nun scheinbar doch weiter an den Tests mit Raketen festzuhalten scheint, ist die Vereinbarung zunichte gemacht worden. Von Seiten der USA seien im Moment keine Atomgespräche mit dem Land mehr möglich. Gleichzeitig fürchtet man neue Atomwaffentests. Erst vor drei Jahren hatte es den letzten Atomtest auf nordkoreanischem Boden gegeben.

Seitdem versuchen Staaten wie die USA oder China, das Land davon abzubringen, weiter Uran anzureichern, bisher jedoch ohne Erfolg, obwohl dies ebenfalls ein Teil der Vereinbarung zu Beginn des Jahres gewesen war. Für die Atomtests plane man in Pjöngjang bereits den Bau eines Tunnels, neben den Schächten der jeweiligen Tests aus den Jahren 2006 und 2009.

Unter dem scheinbaren Deckmantel eines Wettersatelliten plant Nordkorea zudem eine Langstreckenrakete, die zwischen dem 12. und 16. April ins All geschossen werden soll. Für die Vorstellung dieser Rakete lud die nordkoreanische Führung sogar Journalisten an die Startrampe ein, um den „Satelliten“ zu begutachten, eine Geste, die es zuvor so noch nie gegeben hatte.

Die Sorge aus dem Ausland ist jedoch groß, denn die Reichweite der Rakete ist groß genug, um Alaska zu erreichen, von Japan ganz zu schweigen. Bereits vor drei Jahren hatte eine Rakete aus Nordkorea bei einem Testflug das japanische Staatsgebiet überflogen, woraufhin die Luftabwehr darauf vorbereitet worden war, die Rakete möglicherweise abzuschießen. Besonders die Angst vor einem Atomsprengkopf, der von dem Geschoss transportiert werden kann, ist in den USA groß. Ein Angriff aus Nordkorea sei schließlich nicht auszuschließen.

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