Norwegen neues Vorbild bei der Elektromobilität

Während man sich in Deutschland lieber mit Diskussionen über die Energiewende und die Elektromobilität aufhält anstatt zu handeln, hat Norwegen die führende Stellung im Bereich der E-Autos und Hybridfahrzeuge eingenommen. Das skandinavische Land hat durch ein paar einfache Kniffe nicht nur seine Bevölkerung dazu gebracht, sich mehr für alternative Antriebe zu interessieren, sondern in nur wenigen Jahren eine gut ausgebaute Infrastruktur in den größeren Städten geschaffen, die in den folgenden Jahren noch weiter ausgebaut werden soll.

Wenn man in Norwegen einen Neuwagen kauft, so ist dies mit einer hohen Steuerlast verbunden, die noch einmal fast genauso teuer werden kann wie die Anschaffung an sich. Kauft man jedoch ein Elektroauto, wird man von diese Abgaben entbunden, so dass ein solches Modell, das in Deutschland zum Beispiel als sehr viel teurer gilt als ein Benziner, oftmals um einiges günstiger als ein Fahrzeug mit herkömmlichem Antrieb. Die Infrastruktur für Elektroautos hat sich hier in Norwegen in relativ kurzer Zeit entwickelt. Im Stadtzentrum von Oslo gibt es inzwischen zahlreiche Ladestationen, an denen Fahrer umsonst ihre E-Autos parken können. Bis zum Jahresende soll die bisherige Anzahl verzehnfacht werden und von dann an um weitere 100 pro Jahr ansteigen.

In Oslo genießen E-Auto Fahrer noch ein weiteres Privileg. Sie müssen nicht die für alle anderen Fahrer fällige Maut zahlen, um in die Innenstadt zu fahren. Allein damit sparen sie schon fünf Euro am Tag, von Parkplatzkosten und Spritpreisen ganz zu schweigen. Wenn es in Deutschland möglich wäre, ein ähnliches System aufzubauen, würde es auch hierzulande wahrscheinlich nicht lange dauern, bis sich die Elektromobilität besser durchsetzen könnte. Doch für einen solchen Schritt scheint die Bundesrepublik noch zu sehr mit ihren alten Idealen des Benzinfahrzeugs verbunden zu sein.

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