NRW will verstärkt Windräder in Waldgebieten bauen

Um seine Ausbauziele bei der Windenergie zu erreichen, plant das Land Nordrhein-Westfalen nun den vermehrten Bau von Windrädern in Waldgebieten. Laut eines Regierungssprechers des Landes liege NRW im Vergleich mit vielen anderen Bundesländern beim Bau von Windparks auf einem der letzten Plätze. Die bisherige Regierung hatte ein Tabu über das Errichten von Windrädern in Waldgebieten verhängt, dies will die neue Regierung nun wieder wettmachen.

Dabei sollen jedoch ökologisch wertvolle Laubwälder ausgeschlossen sein, ebenso Schutzgebiete. Doch Nadelwälder und so genannte Kyrillflächen könnten die geeigneten Standorte für den Bau neuer Windparks sein. Höhere Windräder wären in einem solchen Fall allerdings von Vorteil, da sie auch über die Baumkronen reichen könnten. Als geeignete Standorte sehen die Politiker Wälder im Sauerland, in der Eifel, Ostwestfalen und im Siegerland.

Die Minister sind der Meinung, dass das Interesse von Investoren groß sein wird. Hierfür soll zunächst einmal Staatswald an Interessenten verpachtet werden, die dort Windanlagen errichten dürfen. Vorher müssen jedoch geeignete Stellen erst einmal identifiziert werden, denn Bürgern und Umweltschützern ist die Errichtung neuer Windparkanlagen oftmals ein Dorn im Auge. Die einen fürchten eine Verspargelung der Landschaft, die anderen den Eingriff in die Natur.

Die Politiker haben jedoch besonders den Ausbau der erneuerbaren Energien vor Auge. Sollte eine Nutzung von maximal drei Prozent der bewaldeten Flächen in NRW durchsetzbar sein, so könnte die bisherige Leistung aus Windkraftanlagen verdoppelt und sogar verdreifacht werden. Da der Anteil der Windenergie an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 15 Prozent gesteigert werden soll, wäre der weitere Bau von Windkraftanlagen ein erster Schritt, um diesem Ziel näher zu kommen.

Der nordrhein-westfälische Umweltminister Remmel von den Grünen lieferte nun die ersten Konkretisierungen zu seinem Windenergieerlass. Es wird sich zeigen, ob sich seine Strategie durchsetzen lässt.

Back to top button
Close
Close