Ökoenergie Branche hält den Einstieg in die Erneuerbaren für inkonsequent

In Folge der Atomkatastrophe bei dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima wurde von der Bundesregierung ein Ausstieg aus der Atomenergie bis spätestens 2022 beschlossen. Der so entstehende Energieverlust soll eigentlich allmählich durch regenerative Energien kompensiert werden. Vertreter der Ökoenergie Branche meinen allerdings, dass genau dies nicht der Fall sei. Vielmehr versuche die Bundesregierung nach dem Atomausstieg verstärkt alte Energieformen wie Kohle und Gas wiederzubeleben. Das folge zumindest aus dem Ausbauziel der Regierung bis 2020 einen Anteil von etwa 35 Prozent erneuerbare Energien am Strommix zu haben. Branchenverbände halten demgegenüber einen Anteil von 50 Prozent bis 2020 für realistisch.

Besonders die Verhinderung des Ausbaus der kostengünstigen Windenergie an Land, wird kritisch betrachtet. Hermann Albers, der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE), meinte dazu: „Passiert die Gesetzesvorlage in dieser Form Bundestag und Bundesrat, wird der Ausbau der Windenergie an Land ausgebremst. Gerade auch in den süddeutschen Bundesländern, in denen der Windenergieausbau gerade erst beginnt, werden positive Entwicklungen im Keim erstickt. Das geht nicht nur zu Lasten der Klimaziele, sondern auch zu Lasten der Verbraucher. Denn die Windenergie an Land ist die kostengünstigste Erneuerbare Energie und hat in Deutschland das größte Potenzial. Sie auszubremsen bei gleichzeitigem Atomausstieg ist paradox. Damit zeigt sich klar: Es geht der Bundesregierung nicht um eine Energiewende hin zu 100 Prozent Erneuerbarem Strom, sondern um eine Rückkehr zu Kohle und Gas.“

Der Branchenverband kündigte bereits an bei der heutigen Anhörung im Bundestag scharfe Kritik an dem Entwurf des Erneuerbaren Energien Gesetzes äußern zu wollen.

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