Ökostrom – eine gelungene Alternative?

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima wächst die Atomskepsis in der Bevölkerung weiter. Auch die deutsche Regierung möchte den endgültigen Atomausstieg nun doch schon im Jahr 2022 wagen. Konventionelle, fossile Energie aus Kohle oder Öl ist dabei für viele nicht die Lösung, da sie nur begrenzt verfügbar und mitverantwortlich für die globale Erwärmung ist. Für viele liegt daher die Alternative im Ökostrom. Die sogenannten alternativen Energien sollen dabei ökologisch verträglich das Energieproblem unserer Zeit lösen.

Deutsche Politik als Motor zum Wandel

Das Atommoratorium und der angestrebte Atomausstieg verlangen neue Denkmuster für die Energieversorgung. Deshalb möchte die Bundesregierung Anreize schaffen, andere Energiequellen zu nutzen.
Ein Mittel dazu ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz: Jeder Unternehmer, der eine Fotovoltaikanlage, ein Wasserkraftwerk oder eine Biogasanlage besitzt, kann für 15-20 Jahre mit einer festen Vergütung für den hergestellten Strom rechnen.

Die Bezahlung wird verpflichtend durch den nächstgelegenen Netzbetreiber durchgeführt, der die Anlage auch an sein Stromnetz anschließen muss.
Bisher kommen nur 15,6 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus ökologisch verträglichen Quellen. Bis 2020 möchte die Bundesregierung diesen Anteil daher auf ca. 39 % erhöhen.

Wasserkraft: ein Meer der Möglichkeiten?

Zu den in Deutschland traditionell am stärksten genutzten Quellen für Ökostrom zählt dabei das Wasser.
Um die Kraft des Wassers nutzen zu können, braucht man vor allem ein Gefälle, entweder natürlich oder künstlich entstanden. Erst dadurch kann das Wasser beim nach unten fließen in Energie umgewandelt werden. Das Wasser wird dafür durch eine Röhre oder einen Einlasskanal in eine Turbine geleitet.

Auch Meeresströmungskraftwerke können zur Energieerzeugung genutzt werden. Dabei werden Wellen im Meer durch ein Energieübertragungssystem in Strom umgewandelt. Heutzutage hat die Nutzung von Wasserkraft mehrere Vorteile: Die erzeugte Energie kann nicht nur lange gespeichert werden, sondern ist auch konstant verfügbar.

Windenergie: Triebkraft zur Energiewende?

Schon seit Jahrhunderten nutzen Menschen Windmühlen für die Erzeugung von Energie.
Auch heutzutage tragen Windturbinen in Deutschland den größten Teil zur erneuerbaren Energie bei. Wahrscheinlich würde allein Windenergie ausreichen, um den Energiebedarf der ganzen Welt zu decken.

Dabei sind die Turbinen nicht nur in den windreichen Küstengebieten und auf dem Meer effizient, sondern auch im Landesinneren. Windkrafträder sind heutzutage kostengünstig und leicht zu installieren. Außerdem kann man die produzierte Energie leicht speichern.

Weitere Quellen zur Energieversorgung

Weniger genutzt, zählen dennoch zu den alternativen Energien: Biogas, Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie und Geothermie. Häufig lohnt sich die Energieerzeugung mit diesen Quellen heutzutage aber noch nicht.

Probleme und Möglichkeiten beim Ökostrom

Ökostrom soll vor allem langfristig ökologisch und volkswirtschaftlich die bessere Alternative sein. Statt auf kurzfristige Gewinne ausgerichtet, soll sie keine hohen Folgekosten für Umwelt oder Lagerung nach sich ziehen. Bisher ist die Energieversorgung nur durch Ökostrom aber noch nicht möglich. Viele befürchten, dass sie es auch nie sein wird. Bei der Umstellung auf mehr Ökostrom ist zumindest kurzfristig mit Preissteigerungen zu rechnen.

Viele glauben dennoch, dass die heutige Generation eine Verantwortung für die Zukunft trägt. Dabei ist ihnen vor allem wichtig, dass die folgenden Generationen eine Welt vorfinden, in der sie noch gesund leben können.
Der Ökostrom bleibt daher für viele Menschen die einzige Energie, die in Zukunft bestehen kann.

Tags
Back to top button
Close
Close