Offshore-Windparks – Probleme bei der Netzanbindung

Der Ausbau der Windkraft auf hoher See gerät immer mehr ins Stocken. Zu hoch sind teilweise die Risiken, die Netzbetreiber nicht eingehen wollen. Nun hat eine durch die Regierung eingesetzte Arbeitsgruppe mit dem Namen „Beschleunigung“ den Bundeswirtschafts- und Umweltministern Rösler und Röttgen einige Vorschläge unterbreitet, wie man die Situation zur Zufriedenheit aller wieder in den Griff bekommen kann.

Das größte Problem bereiten derzeit die ungeklärten Haftungsfragen, die den Ausbau weiterer Offshore Windparks vor der deutschen Küste verzögern. Noch vor der Sommerpause werde die Regierung sich also um ein Gesetz zur Beschleunigung der Offshore-Netzanbindung bemühen, so Rösler.

Die Interessen von Windparkbetreibern, Netzbetreibern und Verbrauchern müssten miteinander in Einklang gebracht werden. Die Arbeitsgruppe hat aus diesem Grund den Vorschlag gemacht, dass die milliardenschweren Kosten und Risiken der Netzanbindung von der staatlichen Förderbank KfW mitfinanziert werden könnten.

Eine andere Möglichkeit wäre die Finanzierung durch eine Erhöhung der Stromrechnung für die Verbraucher. Dies würde dem Konzept des Erneuerbare Energien Gesetzes entsprechen, das ebenso Netzentgelte und die Kosten für den Ökostrom Ausbau auf die Kunden übergewälzt hat.

Dass so teils hohe Kosten an den Verbrauchern hängen bleiben, wird wahrscheinlich wieder zu Protesten führen, doch die Arbeitsgruppe teilt mit, dass diese Kostenerhöhung den Stromzahler nur zeitlich begrenzt treffen würde. Später würden die Verbraucher nämlich über reduzierte Netzentgelte wieder entlastet werden, so dass die Umlage nur als eine Art Vorschuss wirkt.

Die großen deutschen Energiekonzerne hatten in der letzten Zeit häufig millionenschwere Verluste hinnehmen müssen, weil sich der Ausbau und die Netzanbindung der Windparks auf hoher See teils um bis zu ein Jahr verschoben hatten. Um die Ausbauziele der Bundesregierung zu erreichen, müssen deshalb so schnell wie möglich Lösungen gefunden werden, um schlimmere Verluste zu vermeiden.

Tags
Back to top button
Close
Close