Plattform Erneuerbare Energien gegründet

Mitte dieser Woche wurde durch Bundesumweltminister Norbert Röttgen von der CDU die Plattform Erneuerbare Energien gegründet. Diese soll ganz einfach dafür zuständig sein, den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland zu koordinieren, wobei die Plattform selbst allerdings keine Entscheidungen treffen kann. Allerdings kann sie beispielsweise an den Bund Empfehlungen abgeben, die dann von den zuständigen Bundesministerien bearbeitet werden können.

Zum Ausbau der erneuerbaren Energien gehören auch deren Marktintegration und das Zusammenwirken mit den konventionellen Energieträgern. Der Netzausbau ist genauso wichtig und für die Koordination all dieser Punkte wird von nun an die Plattform für erneuerbare Energien verantwortlich sein. Bestehen soll sie aus Vertretern von Bund, Ländern, Städten und Kommunen, der Branche der erneuerbaren Energien, Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern und von Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden. Auch Wirtschaftsverbände, Wissenschaftler, Forscher und Vertreter der konventionellen Energiewirtschaft sollen mit eingebunden werden. Ziel ist es, dass endlich einmal von allen Seiten an einem Strang gezogen wird. Die Energiewende ist zwar in Deutschland bereits recht gut angelaufen, doch besonders politische Rahmenbedingungen fehlen in vielen Fällen, außerdem gab es immer wieder Schwierigkeiten bei der Koordination des Netzausbaus.

Die drei Arbeitsgruppen der Plattform sollen sich zunächst auf den Strombereich konzentrieren. Dabei geht es zum einen um die Markt- und Systemintegration erneuerbarer Energien, wobei die konzeptionelle Weiterentwicklung des EEG beraten werden soll. Als zweiter Punkt soll sich eine der Arbeitsgruppen mit dem Zusammenspiel von Netzausbau und dem Ausbau der erneuerbaren Energien beschäftigen. Hier soll nach Lösungen gesucht werden, wie die Entwicklungen ökonomisch effizient und umweltpolitisch sinnvoll miteinander vereinbart werden können. Die dritte Arbeitsgruppe soll sich um das Zusammenwirken von erneuerbaren und konventionellen Energien und der Nachfrageseite kümmern. Es wird sich zeigen, wie diese empfehlende Institution in Zukunft den Verlauf der Energiewende mitbestimmen wird. Eine grobe Koordination auf diesem Gebiet zu schaffen, ist jedoch sicherlich schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung.

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