Präsidentschaftswahl in den USA – Hilft Sandy Obama?

Der Tag, auf den die Welt nun schon lange gewartet hat, ist gekommen: der Dienstag der Präsidentschaftswahl in den USA. Republikaner gegen Demokraten, Mitt Romney gegen Barack Obama. Inwiefern wird die Wahl des „wichtigsten Mannes der Welt“ die Energiepolitik der USA und so indirekt den Klimawandel beeinflussen? Oder sollte man die Fragestellung umdrehen und überlegen, inwiefern der Klimawandel vielleicht sogar die US Wahl beeinflusst?

Bevor vor rund einer Woche einer der schwersten Wirbelstürme aller Zeiten auf die US Ostküste traf, etwa 100 Menschen tötete und ein Feld der Verwüstung hinterließ, stellte sich diese Frage kaum. Barack Obama hat in seiner Amtszeit einiges für den Klimaschutz getan und damit begonnen, die Industrie der erneuerbaren Energien in den USA zum Gesprächsthema zu machen. Im Wahlkampf tauchte dieser Punkt jedoch so gut wie gar nicht auf. Romney, der republikanische Kandidat, hingegen leugnet den Klimawandel und wird, sollte er gewählt werden, wohl nicht viel tun, um das Konzept, das Obama in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, weiter zu unterstützen.

Nach „Sandy“ könnte dies jedoch einen durchaus wichtigen Einfluss auf das Wahlergebnis haben, denn viele Amerikaner erkennen mit der Häufung der Umweltkatastrophen im eigenen Land langsam, dass der Klimawandel vielleicht doch kein Märchen ist. Selbst New Yorks Bürgermeister Bloomberg, der selbst Republikaner war und inzwischen parteilos ist, rief die Menschen in den USA dazu auf, Barack Obama zu wählen, da er derjenige sei, der etwas dagegen tun wolle, nicht Romney.

Wie die Wahl an diesem Dienstag ausgeht, ist noch offen. Tatsache ist jedoch, dass sie an der Umwelt- und Energiepolitik der USA viel ändern kann. Und möglich ist ebenfalls, dass die vergangenen Wochen das Wahlergebnis anders aussehen lassen, als es ohne Sandy ausgefallen wäre.

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