Regenerative Energien auch für Schwellen- und Entwicklungsländer

Eine Studie des Sustainable Business Institutes (kurz SBI) ergab, dass man Windkraftenergie auch in Schwellen- und Entwicklungsländern einsetzen kann, sofern die entsprechenden Rahmenbedingungen hinsichtlich der Wirtschaft und der Technik gegeben sind. Dieses Ergebnis wurde Anfang November auf der World Wind Energy Association in Kairo vorgestellt. Um dieses Ergebnis zu bekommen, hat man internationale Projektentwickler befragt und in ihrer Rolle als Wegbereiter für spätere Investitionen getestet. Die Befragten mussten die 20 wichtigsten Rahmenbedingungen herausstellen und entsprechend bewerten. Auf diese Weise soll gesichert werden, dass Länder, die sich in der Entwicklung befinden, den Anschluss bei der weltweiten Energiewende nicht verlieren.

Technik wichtiger als Förderung

Es stellte sich heraus, dass es den Projektentwicklern wichtiger ist, dass das Energiespeisenetz mit festen Kilowatt-Preisen ausgestattet ist und auch die technischen Voraussetzungen gegeben sind, als dass die Förderungen wie zum Beispiel Quotensysteme ausgebaut werden. Auch internationale Zuschüsse und Ausschreibungen seien nicht so wichtig. Entwickler, die also langfristig denken und dauerhafte Investitionen planen, wünschen sich also zunächst eine stabile Wirtschaft und Technik. Gleichzeitig wollen sie aber auch Sicherheit. An dritter Stelle kommt daher der Abbau finanzieller Barrieren und Festlegung von Genehmigungsverfahren. Damit könnten sich Entwickler und Konzerne absichern und entsprechend investieren.

Steigerung der Attraktivität auf der einen Seite …

… regenerative Energie auf der anderen Seite. Sollten sich Entwickler mehr in die Schwellen- und Entwicklungsländer trauen, hätten beide Seiten einen Gewinn daraus. Denn die meist solarstarken Länder hätten somit einen neuen wirtschaftlichen Zweig, der langfristig stabil wäre. Andere Länder könnten davon profitieren und den Solarstrom importieren. Auf diese Weise könnten regenerative Energien weltweit exportiert werden. Hier befürchten nun aber Experten, dass sich das gleiche Spiel abwickelt, wie bei den Ölquellen. Künftig werden dann also nicht Kämpfe um die Quellen, sondern um die Solaranlagen und die Fläche stattfinden? Auch hier werden sich Experten absichern wollen.

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