RWE plant Preiserhöhung wegen EEG Umlage

RWE Preiserhöhung

Der Essener Energieversorger RWE plant zum Jahreswechsel eine Erhöhung der Strompreise. Grund dafür seien die größeren Kosten für regenerative Energien. So steigt die gesetzliche EEG Umlage, die zur Förderung von Sonnen- und Windkraftanlagen dient, im kommenden Jahr um 1,5 Prozent. Diese Mehrbelastung soll an den Stromkunden weitergegeben werden. Der Konzern machte allerdings deutlich, dass seine Kunden nicht die komplette Mehrbelastung durch das EEG Gesetz tragen müssen, sondern nur einen Teil davon. Die jetzige Wettbewerbssituation sowie aktuelle Börsenwerte sorgen dafür, dass der Preisanstieg wesentlich geringer ausfällt als befürchtet. Zudem wird es regional große Unterschiede in der Höhe der Preissteigerung geben.

Die Ankündigung einer Preiserhöhung mag zunächst noch etwas irritieren, immerhin fährt RWE momentan noch Milliardengewinne ein. So betrug der betriebliche Gewinn des Konzerns in den ersten 3 Quartalen diesen Jahres stolze 6,1 Milliarden Euro. Mit der Preiserhöhung baut RWE jedoch jetzt schon für erwartete schlechtere Zeiten vor. So werden allein durch die Brennelementesteuer künftig jährliche Mehrkosten zwischen 600 und 700 Milliarden Euro auf den Konzern zukommen. Die niedrigen Gaspreise belasten das Unternehmen zusätzlich. Finanzvorstand Rolf Pohlig sagte dazu: „Trotz aller Anstrengungen werden wir die künftige Ergebnisbelastung nicht vollständig kompensieren können.“

Um die erwarteten Ergebnisbelastungen auszugleichen ist bereits eine geringfügige Umstrukturierung des Konzerns geplant. So soll unter anderem das deutsche Vertriebs- und Netzgeschäft zusammengelegt werden. Zusätzlich werden 400 Stellen gestrichen. Gerüchte, die besagen, dass RWE plane 2000 Jobs abzubauen, dementierte das Unternehmen jedoch. „Die in den Medien genannte Zahl ist weit überhöht und völlig spekulativ“ heißt es in einer Stellungnahme.

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