Schlüsselproblem der Energiewende geklärt?

Die Energiewende in Deutschland birgt noch immer so manch ungeklärtes Problem. Eines davon ist der rasche Netzausbau und die Frage, wie die Energie, die beispielsweise in Offshore Windparks an der Nordsee gewonnen wird,  so schnell und sicher wie möglich zunächst ans Festland und schließlich in ferne Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg gelangen kann. Eine Sorge besteht außerdem darin, dass die Stromtrassen von Nord nach Süd nicht stabil genug betrieben werden können.

Eine Schweizer Firma, der Elektrokonzern ABB, hat nun hierfür scheinbar die lange erwünschte Lösung gefunden. Das Unternehmen hat einen Schutzschalter erfunden, der die Stromübertragung über lange Strecken stabiler macht und so dafür sorgt, dass Großverbraucher direkt angeschlossen werden können. Dies stellt insbesondere einen Durchbruch bei der Anbindung von Windparks vor den Küsten an das Festland dar. Mit dem neuen Schalter könnten große Energiemengen in Meereskabeln und auf großen Distanzen problemlos übertragen werden.

Der bisherige Wechselstrom-Transfer ist auf langen Strecken weniger zuverlässig. Der Schutzschalter der Schweizer macht es nun zum ersten Mal möglich, die Effizienzvorteile der Gleichstrom Übertragung mit der Stabilität herkömmlicher Netze zu kombinieren. Damit haben die Forscher insbesondere ihren deutschen Nachbarn einen großen Gefallen getan. Nach einer Lösung für dieses Problem wird schon seit Jahren gesucht und die Energiewende im Nachbarland hatte einen Durchbruch auf diesem Gebiet dringend nötig, um erfolgreich durchgeführt werden zu können.

Das einzige, was die Deutschen ärgern könnte, ist, dass sie selber nicht für die bahnbrechende Erfindung verantwortlich sind. Das Münchner Unternehmen Siemens reagierte bereits auf die Bekanntgabe der „Schalterentdeckung“ und sagte aus, sie selber seien zuversichtlich, bald ebenfalls einen solchen Schalter anbieten zu können, wenn der Markt es verlangt.

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