Solarbranche in den Händen von Hedge Fonds

Solaraktien sind mittlerweile nichts mehr, worauf sich der Anleger verlassen kann. Die Branche befindet sich im Umbruch, sogar die größten deutschen Solarunternehmen verschwinden in der Versenkung, seit die Regierung massive Kürzungen der Subventionen für Solarstrom angekündigt hat. Die Unternehmen, die bereits an der Börse waren, versuchen nun teils sogar, schnell ihre eigenen Anteile zu verkaufen.

Für die Anleger ist all dies keine einfache Situation, denn die Änderungen der Fördergelder, die sich derzeit überschlagen, machen es ihnen äußerst schwer, den Überblick zu behalten und festzustellen, ob Solaraktien noch als geeignete Anlagestrategie gelten können. Da mittlerweile eine ganze Reihe an deutschen Solarunternehmen in die Insolvenz gehen musste, ist auch deren Verabschiedung vom Markt nicht mehr weit. Marktgrößen wie Q-Cells, Solon, Solarworld und Solar Millennium haben bereits aufgegeben und auch viele andere schreiben schon lange keine schwarzen Zahlen mehr. Die Kürzung der Subventionen wird ihnen den Todesstoß verpassen.

An diesem Punkt kommen die so genannten Hedge Fonds ins Spiel, die hemmungslos auf den Untergang der Aktien wetten. Teilweise waren 45 Prozent der Aktien von Q-Cells für Wetten auf fallende Kurse verliehen. Die Solaraktien sind das gefundene Fressen für Hedge Fonds, da sie verhältnismäßig klein sind und im Moment kaum schlechter dastehen könnten. Die Nachrichten berichten beinahe täglich von neuen negativen Entwicklungen für die Branche und ihre Unternehmen. Als Bediener eines Hedge Fonds braucht man demnach gar nicht viel Kapital, um Profit heraus zu schlagen. Bei Hedge Fonds gilt allgemein das Motto: je angeschlagener eine Branche ist, desto leichter lassen sich die Kurse mit Hilfe von Gerüchten in den Keller treiben.

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