Sonnige zwölf Monate für die Photovoltaik, Gewitterwolken für den Verbraucher

Die erneuerbaren Energien haben im vergangenen Jahr wieder einmal kräftig zugelegt. So konnte vor allem die Elektrizitätserzeugung aus Sonnenenergie stark punkten. Der Wind hatte es eher schwer im letzten Jahr. Ohne die Dezemberstürme zum Jahresende wäre die Stromerzeugung aus Windenergie aller Wahrscheinlichkeit nach unter der Erwartung geblieben. Nichtdestotrotz erzeugten die deutschen Windkraftanlagen genug Strom um 14 Millionen Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Im Vergleich zu 2012 sank der Anteil von Windenergie an der Bruttostromerzeugung allerdings um knapp 3,5 Prozent. Strom aus Photovoltaik glich diesen Verlust allerdings deutlich aus. Im Vergleich zum Jahr 2012 erzeugten Solarzellen etwa 7,3 Prozent mehr Strom. Doch wie wurde dies im letzten Jahr finanziert?

„Die Kurve flacht ab“

Der milliardenschwere Finanzierungsmechanismus der hinter dem Ausbau der erneuerbaren Energien steht, wurde auch im letzten Jahr vielfach kritisiert. Nicht selten war diese Kritik absolut berechtigt, denn die EEG-Umlage stieg wieder an und erhöhte so den Verbraucherstrompreis. Der Geldtopf mit welchem die Vergütungen für die erneuerbaren Energieträger finanziert werden befand sich trotzdessen im Minus. Anfang des letzten Jahres war das Defizit bei 2,3 Milliarden Euro angelangt. Zum Ende des Jahres 2013 hat sich die Lage geändert. Der Topf ist zwar immer noch in den roten Zahlen, allerdings gerade noch mit 220 Millionen Euro. Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen deutet dies positiv, er sagte der Süddeutschen Zeitung: „Da zeichnet sich eine Entspannung ab. Die Kurve flacht ab“. Doch wie ist das möglich? Experten vermuten, dass vor allem die Verbraucher Fehlkalkulationen und systematische Fehler im EEG bezahlen müssen. Denn erst nach dem Anstieg der EEG-Umlage entspannte sich die Kostensituation im Förderhaushalt. Patrick Graichen von der Denkfabrik Agora Energiewende sagte dazu in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „Wenn die gesunkenen Börsenpreise an die Stromkunden weitergegeben würden, dann dürfte sich der Strompreis unter dem Strich eigentlich nicht ändern“. Offensichtlich hat sich Strompreis trotzdessen erhöht, was eine Kostenabwälzung auf den Verbraucher vermuten lässt. Es ist nun an der Politik diesen Missstand schnellstmöglich zu korrigieren.

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