Streit bei der Endlagerfrage

Wird es in der Endlagersuche für hochradioaktiven Atommüll wohl jemals zu einer Einigung zwischen den Parteien kommen? Bereits seit Jahren sucht man nach einem geeigneten Ort, an dem der Rest der deutschen Atomkraft beerdigt werden kann und an diesem Ort auch sicher ist. Für mittel- und leichtradioaktiven Atommüll soll hierfür in den kommenden Jahren das Endlager Konrad im südlichen Niedersachsen fertig gestellt werden, doch diese Tatsache bietet noch lange keine Lösung für den hochradioaktiven Atommüll.

Anstatt sich Gedanken zu machen, wie es bei der Suche weitergehen soll, zerstreiten sich die Parteien derzeit jedoch lieber über der Tatsache, wer was wann verpasst hat zu tun. Im vergangenen Frühjahr hatte man die Frage nach einem Atomendlager in einem Konsensgespräch noch diskutiert, doch als kurz nachdem Umweltminister Röttgen seines Amtes enthoben wurde und Peter Altmaier seine Nachfolge antrat, wurden die Gespräche nicht wieder aufgenommen.

Andere Dinge mussten zunächst angepackt werden und die deutschlandweite Kritik an der Energiewende und ihrer Finanzierung drängten die Frage, was mit dem Atommüll geschehen soll, erst einmal in den Hintergrund. Am kommenden Donnerstag wollten sich die Parteien eigentlich erneut zu einem Gespräch treffen. Die SPD und Grüne haben diesen Termin jedoch abgesagt. Der Grund hierfür ist, dass es keinen Gesetzesentwurf gebe, so eine Sprecherin der Grünen.

Altmaier habe es bisher nicht geschafft, den Gesetzesentwurf zu überarbeiten und bis dies nicht geschehen sei, sei auch ein Treffen sinnlos. Aus diesem Vorwurf ist nun erneut ein Streit darüber entbrannt, bei wem die Schuld nun liegt, dass es mit der Endlagersuche nicht voran gehen will. Man kann nur hoffen, dass die Parteien zu einer Einigung kommen, bevor das letzte deutsche Atomkraftwerk abgeschaltet wurde.

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