Stresstest katastrophal ausgefallen?

Das Unglück in einem Atomreaktor im japanischen Fukushima als Folge eines Tsunamis vor gut anderthalb Jahren hat die ganze Welt in punkte Atomkraft wachgerüttelt. Deutschland stieg prompt aus der Atomenergie aus und auch in den Köpfen vieler anderer hat sich seit dem 11. März 2011 einiges getan.

Die EU zog insofern Konsequenzen aus der Katastrophe, als dass sie einen Stresstest in Auftrag gab, der zeigen sollte, wie es in den einzelnen europäischen Anlagen hinsichtlich der Sicherheitsmaßnahmen aussieht.

Das Ergebnis dieses Tests wird in dieser Woche nun erwartet. Doch schon jetzt sind in Medienkreisen Details durchgesickert, die besagen, dass der Test alles andere als zufriedenstellend ausgefallen ist. Bereits im Sommer hatte Energiekommissar Günther Oettinger vorgehabt, den Abschlussbericht des Tests vorzustellen, doch kurzfristig war dieser Termin verschoben worden, als sich herausstellte, dass die Überprüfung völlig unzureichend verlaufen war.

Ob sich daran viel geändert hat, bleibt zu bezweifeln, denn Insider verraten, dass es insbesondere in Frankreich und Großbritannien Probleme gegeben habe, die Reaktoren überhaupt zu überprüfen. Die Betreiber hatten sich in manchen Fällen dagegen geweigert, Fremden den Zugang zu den streng geschützten Anlagen zu gewähren. Insgesamt wurden deshalb nur 24 der 68 Nuklearanlagen geprüft, die es in 14 verschiedenen europäischen Ländern derzeit gibt.

Noch wurde das Ergebnis nicht offiziell veröffentlicht, doch was durchsickert, sind mangelhafte Sicherheitsmaßnahmen und Warnsysteme in deutschen und französischen Kraftwerken und andere Probleme. Genaues wird man an diesem Mittwoch erfahren, doch wie sich nach einem möglicherweise auffallend schlechten Ergebnis die Kraftwerksbetreiber rausreden wollen, könnte unterhaltsam werden.

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