Stromteuerung durch die Energiewende

Der Strom wird teurer. Wie eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey vor kurzem errechnet hat, so werden die Kosten der Energiewende innerhalb der nächsten zehn Jahre immer mehr an den Verbrauchern hängen bleiben. Im Jahr 2020 werden die Kosten wahrscheinlich schon 21,5 Milliarden Euro betragen. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist zwar für sehr viele Menschen wünschenswert und damit auch unterstützungswürdig,  doch dass die Verbraucher selbst so sehr in die Mangel genommen werden, davon war bisher noch niemand ausgegangen.

Der Umstieg auf die Energieversorgung durch die Erneuerbaren schlägt sich extrem in den Strompreisen der privaten Haushalte nieder. Dies wird zu einem gewissen Teil von der Differenz zwischen den hohen Preisen zur Vergütung des Stroms aus Wind- und Solaranlagen und dem Strompreis an der Energiebörse verursacht und zum anderen durch höhere Netzentgelte. Viele verfluchen das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) mit seinen Umlagen deshalb schon jetzt, obwohl man gerade erst am Beginn der Energiewende steht. Im Moment spricht man von einem Gesamtbetrag an Kosten für den Verbraucher von 175 Milliarden Euro in den Jahren 2011 bis 2020.

McKinsey Experte Thomas Vahlenkamp zeigte sich in Anbetracht der starken finanziellen Belastung besorgt. Die privaten Haushalte werden demnach die Hauptlast der Energiewende tragen müssen und können damit rechnen, dass sich der Strompreis pro Kilowattstunde von 25,9 Cent im vergangenen Jahr auf 29 Cent im Jahr 2020 hochschrauben wird. Der Anteil der Kosten für die Energiewende soll von 4,2 auf 6,3 Cent steigen. Die Studie zeigt trotzdem, dass Deutschland seine hoch gesteckten Ziele beim Klimaschutz dennoch kaum erreichen wird. Bis 2020 sollen die CO2 Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 eigentlich um 40 Prozent reduziert werden, realistisch ist laut McKinsey jedoch bloß ein Rückgang von 31 Prozent. Ein Rückgang bei der Stromnachfrage ist dennoch kaum zu erwarten.

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