Grüne und SPD halten eine vollständige Stromversorgung in Hessen durch regenerative Energien bis 2030 für möglich

Die Grünen bekräftigten am Mittwoch erneut ihre Forderung der Energiewende in Hessen, weg vom alten Atomstrom und hin zu den erneuerbaren Energien. „Wir können es schaffen, wenn wir endlich anfangen“, meinte Grünen-Fraktionschef Tarek Al-Wazir. Bereits im Jahr 2007 hatten die Grünen ein Konzept vorgelegt, das eine Stromversorgung Hessens nur durch erneuerbare Energien bis 2030 ermöglichen sollte. Dieses Konzept wurde jetzt noch einmal überarbeitet und aktualisiert, wobei noch stärker auf Windkraft gesetzt wird. So soll die Zahl der Windanlagen von 750 auf 1500 steigen.

„Wir können es schaffen, unsere Stromerzeugung völlig umzustellen und unsere Klimaziele einzuhalten“, verdeutlichte Tarek Al-Wazir. Dazu müsse nicht auf den von Biblis A und B produzierten Atomstrom zurückgegriffen werden. Wie die vorübergehende Abstellung der Meiler zeigt, ist Hessen nicht zwangsläufig auf die Atomenergie angewiesen. „Biblis A und Biblis B dürfen nie wieder ans Netz gehen“, sagte Al-Wazir und meinte weiter „Gleichgültig, ob der Ministerpräsident Koch oder ob er Bouffier heißt, in Hessen wurde nichts auf den Weg gebracht, die schwarz-gelbe Landesregierung war vielmehr diejenige, die mit am vehementesten an der Atomenergie festhielt.“

Auch der SPD Energieexperte Timon Gremmels hält die Umstellung der Stromversorgung bis 2030 komplett auf regenerative Energien für realistisch. So meinte der Politiker: Wenn wir jetzt umgehend umsteuern und die vollständige Energiewende hin zu dezentralen Erneuerbaren Energien einleiten, kann sich das Industrieland Hessen bis spätestens 2030 komplett selbst mit Strom versorgen.“ Die SPD hat ein 17 Punkte Konzept für die Energiewende zusammengestellt, das im nächsten Plenum beraten werden soll.

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