Studenten wollen Audi A6 Avant quattro zum Elektroauto umbauen

FH Bingen - Projekt Umbau zum Elektroauto
FH Bingen - Projekt Umbau zum Elektroauto

An der Fachhochschule Bingen hat man sich zu einem ganz besonderen Projekt entschlossen – Studenten sollen einen PKW mit Verbrennungsmotor zu einem Elektroauto umrüsten. Man hat sich das Ziel gesetzt, dass das Elektroauto eine Reichweite von 100 km und eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h erreichen soll. Zudem soll das Elektroauto selbstverständlich auch eine Straßenzulassung erhalten.

Elektrotechnik Professor Christoph Wrede, der mit seinen Kollegen das Projekt betreut, äußerte sich zu dem Elektroautoprojekt folgendermaßen: „Im Vordergrund steht dabei nicht, dass wir schnellst möglich das Ziel erreichen, sondern über mehrere Semester mit immer wieder neu zusammen gesetzten interdisziplinären Studententeams Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, die Studierenden während des Studiums Teamarbeit unter Praxisbedingungen erfahren zu lassen“.

In der ersten Projektstufe arbeiten die Masterstudenten Dmitrij Bobb, Niels Nusshart und Max Possen mit. Die Finanzierung des Projektes ist auch schon geklärt. Einen Betrag von 3000 Euro stellt das Binger Unternehmen NSM-Löwen Entertainment zur Verfügung, den Rest übernimmt vorerst die Hochschule. Wobei man nach weiteren Partner für das Projekt ausschau hält.

Welchen Autotyp wollen die Studenten zum Elektroauto umbauen?

Man hat sich für einen Audi A6 Avant quattro für den Umbau entschieden. Begründen tut die Entscheidung FH-Präsident Professor Klaus Becker wie folgt: „Mit der Entscheidung für dieses Fahrzeug wollen wir zeigen, dass elektrische Antriebstechnik nicht auf Kleinwagen und Leichtfahrzeuge beschränkt bleiben muss. Außerdem bietet das Fahrzeug mit Allradantrieb vielfältige Integrationsmöglichkeiten für Antriebsvarianten“.

Im September 2011 soll bereits der erste Prototyp fertiggestellt sein. Er soll mit einem Synchron-Elektromotor, einer angepassten Steuerung sowie mit einer Lithium-Batterie ausgestattet sein. Die Arbeiten an diesem Projekt laufen bereits seit dem Frühjahr dieses Jahres. Zunächst hat man sich mit den Themen Komponentenauswahl, Auslegung und Berechnung der Kapazitäten beschäftigt. Als nächstes will man nach Alternativen zum Einzelantrieb suchen. Außerdem will man sich mit neuen Batterielösungen und Speicherkapazitäten auseinander setzen. Auch die Einbindung der FH Solartankstelle soll in das Projekt mit einbezogen werden.

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