Studie sagt Finanzierungsschwierigkeiten in der Windkraft voraus

Die Windkraft gilt als der Zweig der erneuerbaren Energiebranche, der in den kommenden Jahren wohl am meisten Zuwachs bekommen wird. Doch die Finanzierung wird in einem Europa, das durch die Eurokrise eher schlecht dasteht, nicht einfacher. Zwei getrennt voneinander durchgeführte Marktanalysen der Commerzbank und HSH Nordbank zeigen dies besonders eindrücklich. Die zwei Studien wurden pünktlich zu Beginn der größten internationalen Messe der Windkraftbranche, der Husum Wind Energy, vorgelegt.

Die HSH Nordbank stellt in ihrer Studie dar, dass es bis zum Jahr 2016 vermutlich einen jährlichen Neubau von 2,1 bis 2,2 Megawatt in der Windkraft geben wird, mit anderen Worten also über 400 neue Windturbinen im Jahr. Die Commerzbank hingegen kommt zu dem vorläufigen Ergebnis, dass ab dem Jahr 2014 mit einem Zubau von 3,5 Gigawatt zu rechnen sein wird. Doch in dem Punkt, dass Deutschland mit dem Ausbau der Windkraft auf dem richtigen Weg ist, stimmen beide Studien überein.

Die Energiewende wird ohne die zahlreichen Windparks auf dem Festland sowie vor den Küsten nicht auskommen, vermuten Insider. Dennoch wird die Finanzierung gerade langjähriger Projekte immer schwieriger. Grund hierfür ist die schon seit über einem Jahr wütende Eurokrise und damit verbundene internationale Richtlinien, die die Banken dazu zwingen, mehr Eigenkapital vorzuhalten als früher.

Die Kreditvergabe an größere Projekte leidet unter dieser Entwicklung natürlich, deshalb müssen viele Projekte sich nach Alternativen in der Finanzierung umsehen. Gerade Offshore Windparks bekommen diesen Trend zu spüren. Aus diesem Grund sind sich die Commerzbank wie auch die HSH Nordbank sicher, dass der angestrebte Ausbau auf eine Leistung von 11 Gigawatt auf der Nordsee bis 2022 so nicht durchzuführen sein wird.

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