Update zum CCS: Bürger setzen sich durch

Stürme der Entrüstungen hatten die Pläne der Bundesregierung ausgelöst, die Frage um die hohen Kohlendioxid-Emissionen – natürlich in Abstimmung mit den Energiekonzernen – sogenannt nachhaltig mit dem Abpumpen des CO2 mittels der sogenannten CCS-Technologie in laut Gutachtern dafür geeigneten Erdschichten zu lösen.

Wie verlässlich Gutachten angesichts von millionenschweren und prestigeträchtigen Projekten im berüchtigten Public-Private-Partnership – also der Zusammenarbeit von bundespolitischen Institutionen mit Unternehmen – tatsächlich einzuschätzen sind, haben die Skandale um die Atommülllager Gorleben und Asse eindrucksvoll gezeigt:

Im Zweifel werden die Zahlen gerne einmal derart korrigiert, um nicht zu sagen: zurechtgebogen, dass die Risiken verschwindend gering und hinnehmbar dargestellt werden können.

Ähnlich sicher wie die Einlagerung von Atommüll in der abgesoffenen Asse ist offenbar auch die CCS-Technologie: Dabei ist weniger das Verfahren zur Verflüssigung des Gases Kernpunkt der Kritik, sondern die umfangreiche Einlagerung in poröse Sedimentschichten, deren geologische Bedeutung oder die Stabilität des Gesteins angesichts von unter Hochdruck eingepumptem Flüssiggas vielleicht nicht vollständig geklärt sind:

Anwohner von Testgebieten im Osten der Republik und in anderen Ländern berichten von Erdbeben und deutlichen Veränderungen in der Erdkruste, die auf weite Strecken in der Landschaft buchstäblich beobachtet werden können.

In Schleswig-Holstein ist nach intensiven Bürgerprotesten das Projekt CCS offenbar endgültig gekippt und damit ein Etappensieg für Bürgerrechte und nicht zuletzt die Umwelt erreicht.

Wie MdB Wolfgang Börnsen (CDU) aus der Kieler Landesregierung es ausdrückt:
„Damit kommen wir dem erklärten Ziel der Union in Schleswig-Holstein einen wichtigen Schritt näher, den Ländern ein Mitentscheidungsrecht bei der unterirdischen Speicherung von CO2 einzuräumen“.

Der Mann räumt uns die verfassungsmäßig gesicherten demokratischen Rechte ein – vielen Dank!

Quellen:

http://www.shz.de/artikel/article//ccs-entwarnung-in-schleswig-holstein-2.html?cHash=4fcb251937&no_cache=1&sword_list[0]=r%C3%B6ttgen

http://www.wolfgang-boernsen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=427:mdb-wolfgang-boernsen-roettgen-zeigt-buergernaehe-kein-ccs-in-schleswig-holstein-&catid=34:wahlkreis&Itemid=60

http://www.ccs-conference.eu/

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