Verstrahlte Fische vor Fukushima nicht gefährlich

Das Atomunglück von Fukushima in Japan war eines der größten in der Geschichte der Atomkraft. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte es an der japanischen Küste in Folge eines Seebebens einen Tsunami gegeben, der mit voller Wucht gegen das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi geprallt war, das sich direkt am Wasser befindet.

Daraufhin war es in mehreren Reaktoren zu Explosionen und einer Kernschmelze gekommen. Die Gegend musste weitläufig evakuiert werden und ist noch heute Teil einer Sperrzone, die nicht betreten werden darf.

Die große Menge an Radioaktivität, die aufgrund der Explosion in die Umgebung gelangt ist, macht Umweltschützern große Sorgen. Nicht nur an Land ist im Umkreis nicht mehr an Leben zu denken, sondern man befürchtet zudem, dass das Wasser in der Bucht von Fukushima radioaktiv verseucht worden ist.

Nun geben Forscher jedoch zum ersten Mal vorsichtig Entwarnung. Demnach seien die Meereslebewesen im Wasser vor Fukushima kaum von der Radioaktivität betroffen. Diese sei für sie zunächst einmal nicht schädlich und auch der Verzehr der Tiere nicht gefährlich. Was die Langzeitwirkung betrifft, konnten allerdings keine genauen Angaben gemacht werden.

Nur drei Monate nach dem Unglück im März 2011 waren tausendfach höhere Werte an radioaktivem Cäsium festgestellt worden als normal. Wissenschaftler geben nun aber bekannt, dass die Werte noch unter dem liegen, was für Meerestiere und Menschen gefährlich werden kann.

Demnach würden die Tiere sogar durch natürliche radioaktive Elemente sehr viel eher geschädigt werden als durch das Cäsium. Es wurden Fische untersucht und festgestellt, dass deren radioaktive Belastung für den Menschen nicht gefährlich wäre. Selbstverständlich habe man aber nicht alle Meeresbewohner der Region untersuchen können, sicher sei deshalb noch gar nichts.

Außerdem drohen Schäden, die vielleicht erst in ein paar Jahren auftreten, falls sich radioaktive Substanzen am Meeresboden sammeln und sich erst sehr viel später auf die Lebewesen im Meer auswirken. Von einer ernstzunehmenden Entwarnung kann aus diesem Grund noch lange keine Rede sein.

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