Verzögerung beim Abbau von Atomkraftwerken

Die Energiewende in Deutschland ist an sich schon beschlossene Sache, doch Berichten zufolge könnte sich der Abbau der deutschen Atomkraftwerke, die alle in den nächsten zehn Jahren vom Netz gehen, beziehungsweise schon abgeschaltet wurden, um einige Zeit verzögern.

Die Politik sowie Atomgegner sind über die Meldung empört. Der Grund für die Verzögerung soll angeblich sein, dass das sich noch im Umbau befindende Erzbergwerk, das zu dem deutschen Endlager werden soll, wahrscheinlich nicht rechtzeitig fertig wird. Sollte „Konrad“ nicht rechtzeitig fertiggestellt werden, ist unklar, wie der Rückbau der Kraftwerke überhaupt stattfinden soll, denn solange sich in diesen noch Atommüll befindet, können sie nicht abgerissen werden.

Hinzu kommt, dass es scheinbar an geeigneten Behältern und Castoren mangelt, die den Atommüll aus den entsprechenden Anlagen einmal in das geplante Endlager transportieren müssen. Die deutsche Regierung prangert nun die Betreiber der Atomkraftwerke an, die gleichzeitig Deutschlands größte Energiekonzerne sind, nämlich RWE, Eon, EnBW und Vattenfall.

Diese hätten sich direkt nach dem Entschluss zur Energiewende darum kümmern müssen, dass der Übergang reibungslos verlaufen kann. Man wirft der Atombranche nun vor, den Rückbau der Kraftwerke verzögern zu wollen, um eigene Kosten zu senken.

Verzögerung um 45 Jahre

Die Atombranche schlug nämlich erst kürzlich vor, die Kraftwerke noch nicht abzureißen, sondern diese zunächst zu versiegeln, so dass der Atommüll länger in diesen verbleiben kann. Würde dies so eintreten, wäre es jedoch erst nach etwa 45 Jahren möglich, die Kraftwerke endgültig dem Erdboden gleichzumachen, eine Lösung, die Atomgegner und die Regierung zugleich so nicht begrüßen.

Auch das Bundesamt für Strahlenschutz zeigte sich über den Verlauf der Entwicklung äußerst verärgert. Der Zusammenhang bei der Verspätung des Ausbaus von Konrad und die Verzögerung beim Rückbau seien nicht nachvollziehbar.

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