Vorteile von Solarthermie für das Eigenheim

Die Solarthermie ist eine von zwei Möglichkeiten, die Sonnenergie direkt im Haus zu nutzen. Die andere Variante ist die Photovoltaik, bei der das Sonnenlicht in direkt in Strom umgewandelt wird (Photovoltaikanlage), während die Solarthermie die Sonnenwärme zum Aufheizen von Warmwasser für die Heizung und das Brauch- und Trinkwasser nutzt.

Übrigens gibt es hybride Anlagen, die beide Technologien koppeln und dabei die Effizienz dramatisch erhöhen: Denn die solarthermischen, mit Fotovoltaikzellen bestückten Module kühlen das Silizium für die Fotovoltaik auf die optimale Betriebstemperatur zwischen 25° bis 30° Celsius herunter und erhöhen damit die Effizienz der Fotovoltaik um etwa 30 Prozent, gleichzeitig wird die Fläche doppelt genutzt. 
Wie wirtschaftlich ist eine solarthermische Anlage?

Je nach Umfang und Einsatz amortisiert sich eine solarthermische Anlage nach drei bis 14 Jahren. Der Unterschied fällt so groß aus, weil es unterschiedliche Bauarten und Einsatzzwecke gibt. Ein einfaches Komplettsystem für den Pool wird um 90 bis 130 €/m² Kollektorfläche angeschafft, läuft nahezu wartungsfrei bis zu 25 Jahren und amortisiert sich ab dem vierten Jahr – die Bewohner haben kostenlos warmes Wasser im Pool.

Wenn die Heizung unterstützt und das Warmwasser für ein Eigenheim mit bis zu 150 m² Wohnfläche und vier bis fünf Personen erwärmt werden soll, gibt es die Variante der preiswerteren, aber nicht ganz so effizienten Flachkollektoren (Amortisationszeit um acht Jahre) oder der hocheffizienten, aber teuren Vakuum-Röhrenkollektoren, die nach etwa 14 Jahren gratis warmes Wasser und Heizungsunterstützung liefern.

Die Billigvariante kann, muss aber nicht die bessere Lösung sein, denn der Effizienzunterschied fällt je nach Nutzungsumfang zum Teil gravierend aus. Wer Vakuum-Röhrenkollektoren angeschafft hat, schwört auf diese Technologie, die auch im Winter die Heizung sehr effektiv unterstützt.

Wirkungsweise und Bauaufwand

Die Anlage verfügt über Sonnenkollektoren, durch die ein Kühlmittel fließt, einen Wärmetauscher, einen Warmwasserspeicher, den Rücklauferhitzer und den Ausgleichsbehälter sowie die Steuerungseinheit. Das Kühlmittel leitet die Wärme an das Trink- und Brauchwasser im Wärmetauscher ab, die Flüssigkeiten berühren sich nicht. Der Bauaufwand durch einen Fachbetrieb liegt zwischen zwei Tagen bis maximal einer Woche bei sehr komplizierten Vorhaben. Die Anlagen werden durch zinsgünstige Kredite der KfW gefördert.

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