Weniger Investitionen in erneuerbare Energien

Der Versorger EnBW aus Karlsruhe hat in einem Zwischenbericht bekannt gegeben, dass die Investitionen in erneuerbare Energien drastisch zurück gegangen sind. Waren es im Vorjahr noch ganze 1.628,7 Millionen Euro, so sind es dieses Jahr nur noch 926 Millionen Euro. Das sind ganze 43,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch macht der Konzern geltend, dass rund 17 Prozent der gesamten Investitionen den erneuerbaren Energien zukommen. Darunter fallen zum Beispiel die Inbetriebnahme von EnBW Baltic 1 und die damit verbundenen Bauarbeiten des zweiten Offshore-Windparks EnBW Baltic 2. Weiter erklärt EnBW, dass rund 42 Prozent in Wachstumsprojekte investiert werden würden.

Neue Infrastruktur und Kraftwerke

Die Energiewende hat nicht nur den Verbrauchern ein kleines Loch in die Tasche gerissen, beziehungsweise wird auch künftig noch das eine oder andere Opfer fordern. Denn die Strompreise steigen auf der einen Seite, weil auf der anderen Seite Kraftwerke erneuert, abgebaut oder abgerissen werden müssen und neue Infrastrukturen geschaffen werden müssen. So auch bei dem Konzern EnBW. Hier wurden ganze 58 Prozent in Erneuerungs- und Ersatzmaßnahmen investiert. Hier wird deutlich, wie hoch die Investitionen tatsächlich sind, auch wenn sie nicht direkt in die erneuerbare Energie erfolgen.

Nebenausgaben statt konkrete Ausgaben

Liest man also einen solchen Bericht, muss man sich zunächst fragen, welcher der nebensächlichen Ausgaben und Investitionen indirekt doch den erneuerbaren Energien zugutekommen. So zum Beispiel Investitionen, die dem Aufbau einer neuen Infrastruktur und dem Abbau von Kraftwerken dienen. Ebenfalls die Umstrukturierung der Arbeiten muss bedacht werden. Konkrete Investitionen, wie der Bau von Windkraftwerken oder den Umbau von Firmen auf die Versorgung durch regenerative Energien, sind zunächst noch nebensächlich. Derzeit laufen also viele Vorbereitungsmaßnahmen, die schon einen Großteil der Kosten in Anspruch nehmen und viele Gelder schlucken werden. Doch ohne diese erste Phase kann auch die komplette Umstellung auf erneuerbare Energien nicht erfolgen.

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