Wie gut sind die geplanten Instrumente des neuen EEG?

Kostensenkung ist eine der Prämissen geht es um die kommende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). In der Energiepolitik ist man sich weitgehend einig, dass die anberaumte verpflichtende Direktvermarktung für Strom aus erneuerbaren Quellen, sowie die Einführung von Ausschreibungen zur Kosteneffizienz beitragen werden. Forschungseinrichtungen wie das Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) oder das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) stehen diesen Maßnahmen allerdings eher skeptisch gegenüber und warnen vor erhöhten Risikoaufschlägen sowie Transaktions- und Vermarktungskosten. Diese Zusatzkosten, die momentan nicht existieren, könnten die Gesamtkosten im Vergleich zur Einspeisevergütungen möglicherweise weiterhin auf dem jetzigen Niveau oder gar darüber halten.

Stärken und Schwächen Metastudie der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE)

Um die vielfältigen Sichtweisen im Zusammenhang mit dem neuen Instrumenten im EEG zu beurteilen, führte die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) eine Metastudie durch, die 16 Studien hinsichtlich ihrer zentralen Aussagen vergleicht. „Ob sich die in der Wirtschaftstheorie als effizient geltenden Maßnahmen letztlich kostensenkend auf die Endkundenstrompreise auswirken werden, ist höchst ungewiss“, so fasst Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), das Ergebnis der am 06.06.2014 veröffentlichten Studie zusammen. „Der Gesetzgeber sollte vor dem Hintergrund der deutschen Klima- und Ausbauziele besonders die Investitionssicherheit für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien im Blick behalten. Nur so werden die Investitionskosten überschaubar bleiben“, so Vohrer weiter. Der aktuelle Gesetzesentwurf folgt den Empfehlungen der meisten zuvor veröffentlichten Studien, so die Metaanalyse. Diese Empfehlungen schlagen vor allem eine Kombination aus Preis- und Mengensteuerung vor. Trotzdem geht aus der Analyse auch hervor, dass sich die Fachwelt nicht einig ist, wie sich die neuen Instrumente auswirken werden. Daher sollte die Politik flexibel reagieren können. „Ob die Novellierung tatsächlich die gewünschten Effekte bringt, muss die Politik daher gut im Auge behalten. Gegebenenfalls muss zeitnah nachgesteuert werden, um weiterhin einen zuverlässigen Ausbau der Erneuerbaren Energien bei geringstmöglichen Kosten zu gewährleisten“, meint Vohrer.

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