Woher kommt Ihr Strom?

Wer auf diese Frage „Aus der Steckdose“ antwortet – der sollte sich vielleicht ein wenig Gedanken zum Thema Umwelt machen. Nach den jüngsten Diskussionen um die Gefahr durch Atomenergie und das immernoch ungelöste Problem der Endlagerung von Atommüll, fangen nun viele Menschen an umzudenken und sich auch über den eigenen Energieverbrauch Gedanken zu machen.

Woher kommt die Energie, mit der tagtäglich das eigene Heim beleuchtet und tagtäglich der Fernseher, der Computer, das Telefon, der Föhn und und und zum Laufen gebracht wird?

Günstig heizen
Dass man sich dieser Frage eigentlich nicht entziehen kann, wenn einem die Umwelt am Herzen liegt, liegt eigentlich auf der Hand. Jeder von uns bezahlt monatlich die Kosten für Strom, Wasser und Heizung. Die meisten tun das ohne darüber nachzudenken, woher all jenes bezogen wird.

Der Großteil der Haushalte heizt mittels Gasetagenheizung. Mittlerweile hat sich zumindest bei einigen das Bewusstsein dafür entwickelt, dass man als Verbraucher zumindest theoretisch in der Lage ist, den Gasanbieter zu wechseln.

Als Vebraucher jedoch komplett auf den Bezug von Gas zu verzichten ist zwar zumindest nicht für alle ein Ding der Unmöglichkeit, es gibt schon einige Alternativen – doch diese sind noch nicht sehr weit verbreitet und erfordern echtes Engagement und eine wirkliche Zuwendung zum Thema. Denn die Alternativen zum Gas sind zwar existent, doch weitgehend unpopulär.

Wer auch beim Heizen auf erneuerbare Energien setzen möchte, der kann auf Solarheizungen oder Biomassenheizungen umsteigen. Für Menschen, die sich für die Umwelt engagieren ist das schon länger ein Thema – doch an die breite Masse wird das Thema (noch) zu wenig herangetragen, als dass es zu großen Umstellungsschüben in Sachen Heizen kommen kann.

Intransparenz der Energieanbieter
Beim Strom macht die Sache in Wirklichkeit genauso wenig Hoffnung für die Umwelt. Denn auch wenn Deutschland seit der Atomkatastrophe in Fukushima stark umdenkt und die Erzeugung von Atomstrom in einem neuen Licht sieht und Österreich de facto gar keinen Atomstrom erzeugt – bezogen wird er trotzdem.

Österreich ist eigentlich ein Beispiel für die Ablehnung von Atomstrom, das weltweit einzigartig ist. Nirgendwo sonst stößt Atomstrom auf so starken Gegenwind. Doch wer denkt, dass Österreichs Energieanbieter auf Atomstrom verzichtet, der irrt. Auch wenn Österreich kein AKW in Betrieb hat – die österreichischen Vebraucher sind de facto Bezieher von Atomstrom. Und die wenigsten Verbraucher wissen davon.

Viele der österreichischen Energieanbieter wissen ihren Atomstromimport gut zu verschleiern. Auch Energieunternehmen, die sich in der Werbung mit sauberem Strom brüsten, setzen neben diesem in nicht unerheblichen Anteilen auch auf Atomstrom. Zur Transparenz gezweungen werden die Anbieter ja schließlich auch nicht – derzeit besteht keine Kennzeichnungspflicht für die Stromversorger, so dass diese nicht genau deklarieren müssen, welche Mengen Strom aus welchen Quellen bezogen wird.

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