World Energy Outlook der Internationalen Energie-Agentur prognostiziert hohe Kosten für fossile Energieträger

„Die IEA räumt auf mit der weit verbreiteten irrigen Meinung der angeblich hoch subventionierten erneuerbaren Energien“, so betont es Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group. Seine Institution hat kürzlich den World Energy Outlook der Internationalen Energie-Agentur (IEA) bestätigt. In dem jährlich erscheinenden Bericht heißt es, dass die Energieversorgung künftig wesentlich teurer werden wird. Zentraler Grund sind die fossilen Brennstoffe, wie Öl, deren Knappheit immer noch Realität ist. Dies wird im Streit um die Energiewende oft vergessen, sodass Energy Watch Group und IEA im Tenor dazu aufrufen künftig mehr in erneuerbare Energien zu investieren.

3,6 Grad Celsius Klimaerwärmung?

Laut IEA wird die Förderung von Öl bis 2035 höchstwahrscheinlich anstiegen, jedoch nicht derart, dass es zu einem neuen Ölüberschuss kommen wird. Zudem werden die Kosten für die Ölförderung enorm steigen, so die IEA. Damit beispielsweise Brasilien zu einem wichtigen Ölexporteur werde, müsse man in Zukunft weit mehr Geld investieren als das in Russland oder dem Nahen Osten der Fall war. Unmissverständliches Zeichen des Kostenanstiegs ist auch, dass die großen Ölfirmen heute fünfmal so viel investieren als noch vor zehn Jahren, die Ölförderung aber trotzdem um 20 Prozent gesunken ist. Für die Zukunft, so der Bericht, wird eher ein Rückgang der Investitionen befürchtet, da die Ölpreise wahrscheinlich stagnieren werden. Neben den ökonomischen Effekten, betrachtet der Bericht der IEA auch den Klimawandel. Unter Berücksichtigung der von den Staaten angekündigten Klimaschutzprogramme, rechnet die IEA immer noch mit einem durchschnittlichen Temperaturanstieg von 3,6 Grad Celsius bis 2100. Fell kommentierte den Report der IEA abschließend wie folgt: „In der Frage, wie sich die Verfügbarkeit der fossilen Rohstoffe in den nächsten Jahrzehnten entwickeln wird, beschwichtigt die IEA weiterhin. Dabei kann man bei entsprechender Analyse selbst an den von der IEA vorgelegten Zahlen erkennen, dass die globale Förderung insbesondere beim Erdöl am Anschlag ist und in den kommenden Jahren die steigende Nachfragewünsche nicht mehr erfüllen kann“.

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