Zaghafte Anfänge in Richtung erneuerbarer Energien in den USA

Anders als in vielen europäischen Nationen, ist das Interesse an erneuerbaren Energien in den Vereinigten Staaten von Amerika sehr überschaubar. Abseits von Aktivistengruppen oder Umweltorganisationen haben nur sehr wenige Amerikaner aktiv mit einer Energiewende, wie man sie aus Deutschland kennt, zu tun. Das ist auch in den amerikanischen Behörden und Staatseinrichtungen bislang nicht anders gewesen. Doch nun fordert US-Präsident Obama seine Regierungsbehörden öffentlich dazu auf, bis 2020 den eigenen Stromverbrauch zu 20 Prozent aus regenerativer Energie zu decken. Dazu unterzeichnete Obama kürzlich eine entsprechende Stellungnahme.

2009 beschlossene Ziele für Nachhaltig sollen damit erreicht werden

Bisher decken die amerikanischen Regierungsbehörden in etwa 10 Prozent ihres Strombedarfs mittels erneuerbaren Energien. Um die eigens gesetzten Nachhaltigkeitsziele und Zielsetzungen zur Treibhausgas-Reduktion aus einem 2009 verfassten Statement zu erreichen, müssen die Ministerien und Behörden ihren Anteil an erneuerbaren Strom zur Eigenversorgung allerdings aufstocken. Deswegen drängt Obama die Behörden nun dazu. Laut der Anweisung des Präsidenten soll die Versorgung durch den regenerativen Strom hauptsächlich aus Energie-Erzeugungsanlagen auf dem eigenen Gebiet gedeckt werden. Aber auch durch den Zukauf von Emissions-Zertifikaten soll die US-amerikanische Treibhausgasbilanz verbessert werden. Neben der Aufforderung den Strom künftig aus einem höheren Anteil erneuerbarer Energien zu beziehen, sollen die Behörden auch ihre Energieeffizienz erhöhen und so schrittweise den eigenen Stromverbrauch reduzieren.

Schnelle Umsetzung gefordert

Da das Statement Obamas selbst keine Rechtsgültigkeit hat, sollen die Maßnahmen innerhalb des nächsten halben Jahres in das „Renewable Energy Requirement Guidance for EPACT 2005 and Executive Order 13423“ eingearbeitet werden. Der Plan enthält zudem auch Zwischenziele. So sollen die Behörden und Ministerien bis 2015 nicht weniger als 10 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien beziehen. Bis 2017 sollen es mindestens 15 Prozent sein und 2018 mindestens 17,5 Prozent. Ein kleiner Schritt, betrachtet man es aus dem europäischen Blickwinkel. Für die USA allerdings ein sehr wichtiger, in der eigenen Umsetzung der Energiewende.

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