Rainer Brüderle eröffnet die Plattform „Zukunftsfähige Netze“

Am Dienstag eröffnete der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, die Sitzung der Plattform „Zukunftsfähige Netze“ im Bundeswirtschaftsministerium. Damit gab er offiziell den Startschuss für den Arbeitsbeginn der Plattform. Ziel ist es das 10 Punkte Sofortprogramm der Bundesregierung, das diese im Rahmen des Energiekonzeptes beschlossen hatte, umzusetzen. Die Plattform selbst wird aus mehreren Gremien und Arbeitsgruppen bestehen. Brüderle betonte noch einmal ausdrücklich die große Bedeutung der Akzeptanz des Projektes in der Bevölkerung. Brüderle meinte wörtlich: „Wir müssen aktiv auf die Menschen zugehen und das Ziel des Netzausbaus besser vermitteln. Die Betroffenen vor Ort müssen von Anfang an informiert und beteiligt werden. Nur frühzeitige Information und Partizipation schaffen Akzeptanz.“

Gleichzeitig machte Brüderle auch keinen Hehl daraus, dass das Umsteigen auf die regenerative Energie auch den Verbraucher Geld kosten wird. Um die für die Verbraucher entstehenden Mehrkosten so gering wie möglich zu halten setze sich die Regierung für einen europäischen Strommarkt ein, wodurch einiges an Kosten eingespart werden könnte. Die Netze in Deutschland müssen erheblich ausgebaut werden. Brüderle rechnet dabei von notwendigen Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe.

Speziell zu der Plattform „Zukunftsfähige Netze“ sagte Brüderle: „Der Netzausbau ist die entscheidende Stellschraube, damit der Strom aus den Erneuerbaren Energien auch bei den Verbrauchern ankommt. Unser Bedarf an neuen Netzen ist gigantisch. Diese besonderen Herausforderungen verlangen besondere Kraftanstrengungen. Daher haben wir die Netzplattform geschaffen. Hier bündeln wir das Engagement wichtiger Akteure aus Politik und Wirtschaft, von Bund und Ländern, von Verbänden und Nichtregierungsorganisationen. Unser gemeinsames Ziel ist es, Konzepte und Lösungen zum Netzausbau zu entwickeln und Maßnahmen in die Wege zu leiten. Meine heutige Teilnahme an der Sitzung hat mich überzeugt: Wir haben mit der Plattform einen Motor für den Fortschritt beim Netzausbau geschaffen und ihn gut geölt. Jetzt müssen wir nur noch Gas geben.“

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