Zulieferer leiden unter Solarpleite

Die Probleme in der Solarbranche treffen nicht nur die Solarkonzerne an sich sondern auch deren Zulieferer. Sinkende Umsätze und ein massiver Rückgang der Auftragseingänge seien die Folge der Kürzungen von Subventionen, mit denen die gesamte Branche derzeit zu kämpfen hat. Von Seiten der Zulieferer und Bauer entsprechender Anlagen her schlägt den Änderungen des EEG demnach auch keine Sympathie entgegen.

Möglicherweise sind zahlreiche Arbeitsplätze in Gefahr. Den Firmen bleibt gar nichts anderes übrig, als Leute zu entlassen oder seltener zu beschäftigen, denn ohne Aufträge kommt auch kein Geld rein und da die Anfrage nach Material für Photovoltaik Anlagen deutlich gesunken ist,  bekommt es ebenfalls diese Branche zu spüren. Eine Umfrage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau hat nun ergeben, dass viele Firmen bereits Kurzarbeit nutzen. Mehr als 80 Prozent der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die PV Branche gaben bei der Umfrage an, im ersten Quartal im Vergleich zum letzten Jahr sehr viel weniger Aufträge bekommen zu haben. Beim heutigen Stand kann eine Firma nur noch mit einem Auftragsbestand für vier Monate rechnen, vor einem Jahr waren es noch siebeneinhalb Monate.

21,5 Prozent ist die Zahl, die derzeit im Raum steht und den zu erwartenden Umsatzrückgang beschreiben soll. Daran schuld sind auch die Überkapazitäten bei Zell- und Modulherstellern. Kurzarbeit ist daher eine der Maßnahmen, die die Firmen ergreifen müssen. Und das ist noch nicht einmal das Schlimmste. Wer seinen Job behält, kann froh sein, denn rund 62 Prozent der Firmen planen, einen Teil der Belegschaft zu entlassen. Wenn sich die Lage auf dem Markt nicht bald zum Positiven ändert, kann es möglicherweise noch schlimmer kommen. Immer mehr große deutsche Solarfirmen haben in den vergangenen Monaten Insolvenz anmelden müssen, zuletzt der Marktführer Q-Cells.

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